Thin Basic & Ultrabooks: das Ende der dicken Dinger

Ich könnte ja glatt als Prediger der Mobility hausieren gehen. Mache ich natürlich nicht. Stattdessen ist es meine Aufgabe, über Trends und Technik zu berichten. Ich schreibe sehr gerne über Ultrabooks, eine der schönsten Sachen im Technik-Bereich, wie ich finde. Letztens berichtete ich von Informationen, die sich rund um den Einstiegsprozessor Intel Celeron und die Ultrabooks drehten.

Weil ich von wirklich vielen Menschen gefragt wurde, habe ich mich mal ein bisschen schlau gemacht, was von der ganzen Sache zu halten ist. Verwirft Intel die Ultrabook-Vorgaben? Nein, auf keinen Fall – so jedenfalls meine Recherche. Wir werden eine Wiedergeburt der Einstiegs-Notebooks erleben. Klar, die gibt es seit eh und je – in Sachen Gewicht, Akkulaufzeit, Design und Co ist man da meistens relativ spärlich aufgestellt.

Das könnten die neuen Geräte, quasi die kleinen (dünnen!) Geschwister des Ultrabooks ändern – zumindest ein wenig. Die neue Sparte wird, so mein jetziger Kenntnisstand, auf den Namen Thin Basic hören, quasi der Einstieg in die mobile Welt. In diesen Geräten, die so um 25 mm dick sein sollten, findet man dann Prozessoren wie den Intel Celeron, den Pentium oder auch sogar die Core i3 Ultra-Prozessoren. Wie erwähnt: keine neue Kategorie, lediglich eine Abgrenzung innerhalb einer Kategorie.

Wie will man Thin Basic-Geräte mit Ultrabooks vergleichen? Zuerst einmal gibt es keine festgelegte Konfiguration der Geräte, keine Spezifikation als solches, wie wir es beim Ultrabook vorfinden. Stattdessen finden Hersteller Empfehlungen für Thin Basic-Notebooks, die preislich wahrscheinlich bereits unter 500 Euro zu finden sind.

Während Ultrabooks der Vorgabe < 21 mm Dicke bei Geräten größer 14 Zoll unterliegen (< 18 mm bei Ultrabooks bis 14 Zoll + 2 mm Flex bei Convertibles), gilt dies bei Thin Basic nicht. Hier hat man den Richtwert bis 25 mm Dicke bei Geräten der 11 – 15 Zoll-Klasse. Auch brauchen die Gehäuse nicht aus Materialien wie Aluminium & Co sein, Kunststoff ist Voraussetzung genug.

Während das potente Ultrabook 5 Stunden im MobileMark schaffen sollte und typischerweise um 8 Stunden Durchschnitts-Power liefern sollte, darf es bei Thin Basic etwas weniger sein, hier findet man typischerweise, nach Modell variierend, Laufzeiten von 4-5 Stunden vor. Auch Lösungen wie Aufwachen aus S4 (Hibernate): < 7 Sekunden sind Dinge, die lediglich die Ultrabooks erfüllen müssen. Des Weiteren sind Dinge wie Thunderbolt, ODD, Sensoren, Anti Theft & Co rein optional.

Ihr seht, großartig verändert sich nichts in der Welt, ausser, dass die Notebooks mobiler  werden. Sicherlich gibt es in diversen Preisklassen schon leichte und leistungsstarke Geräte, doch das ist auch eine Sache der Reibung zwischen Daumen und Zeigefinger. Ich für meinen Teil freue mich, dass wir höchstwahrscheinlich schon bald die neuen Geräte begrüßen dürfen, die Thin Basic angehören – gerade Acer ist schon mit seinen Value Slim-Geräten auf dem Sprung. Mobile Begleiter für den Einsteiger. Professionellere Anwender, die zusätzlich Wert auf Design, Sicherheits-Features, Sensoren, Akku-Laufzeit und Co legen, greifen dann zum Ultrabook.

Das Ende der schweren Notebook-Backsteine scheint besiegelt.

 

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