Tipps und Tricks: So erstellt ihr sichere Passwörter

      Tipps und Tricks: So erstellt ihr sichere Passwörter

      Passwörter sollen Daten vor Fremdzugriff schützen, egal ob die Inhalte auf dem privaten PC, Smartphone oder bei Internetdienstleistern auf fremden Servern gelagert sind. Hält man sich beim Erstellen von Passwörtern nicht an bestimmte Regeln, haben Datendiebe ein leichtes Spiel. Wir haben Tipps zusammengestellt, mit denen ihr sichere Passwörter erstellt.

      Zuletzt aktualisiert: 09/2919

      Personifizierte Logins sind praktisch und im IT-Alltag nicht mehr wegzudenken. Umso lästiger ist die händische Eingabe von Benutzername und Passwort, denn kaum eine Aktion ist ohne Anmeldung möglich. Sei es das Entsperren des Smartphones, der Login beim Online-Shop oder beim Sozialen Netzwerk. Viele beschleunigen den Login durch kurze und einfache Passwörter.

      Doch ist der Login geknackt, sind die Daten in Gefahr. Dadurch kann ein finanzieller Schaden entstehen oder Daten wie Bilder und Fotos von sentimentalem Wert sind verloren. Bei geklauten Logins ist es wie bei verlorenen Geldbörsen: Der organisatorische Aufwand zur Schadensminimierung kostet zusätzlich Zeit und Nerven.

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      Professionelle Hacker nutzen automatisierte Werkzeuge, mit denen die gängigsten Zeichenfolgen und ganze Wörterbücher sowie deren Kombinationen getestet werden. Besteht ein Passwort beispielsweise aus sieben Kleinbuchstaben, gibt es knapp acht Milliarden mögliche Zeichenfolgen.

      Eine sogenannte Brute-Force-Attacke, also das simple Ausprobieren aller möglichen Kombinationen, benötigt nur wenige Sekunden, um alle Zeichenfolgen auszuprobieren. Dagegen dauert eine Brute-Force-Attacke mit einem aktuellen High-End-Rechner knapp 50.000 Jahre, um alle möglichen Kombinationen eines zwölfstelligen Passworts auszuprobieren, das aus Klein- und Großbuchstaben sowie Ziffern besteht.

      Tipps für sichere Passwörter

      Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat ein paar Tipps für sichere Passwörter zusammengefasst.

      • Passwörter sollten nicht zu kurz sein und Minimum zwölf Zeichen lang sein
      • Sie sollten aus Groß- und Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen
      • Passwörter sollten in keinen Zusammenhang mit dem privaten Umfeld stehen (Namen von Familienmitgliedern, Haustieren, Geburtstag, …)
      • Sie sollten nicht in einem Wörterbuch vorkommen
      • Die Zeichenfolge sollte nicht aus einfach zu tippenden Mustern bestehen (qwertz, 12345, …)
      • Bei der Verwendung von Umlauten kann es vorkommen, dass man im Ausland bei landestypischen Tastaturen keine Eingabe tätigen kann
      Mehr Tipps & Tricks

      Immer wieder werden Zugangsdaten zu Accounts (Mailadresse, Passwörter und andere persönliche Daten) von Kriminellen erbeutet und online veröffentlicht. Wer prüfen möchte, ob seine Daten auch betroffen sind, kann das kostenlos bspw. beim Hasso-Plattner-Institut machen.

      Foto: Pixabay

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      3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

      1. Prima! Die Tipps können Sie dann gleich mal meiner Hausbank zuschicken. Dann kann ich da in Zukunft vielleicht ein sicheres Passwort für das Homebanking eingeben und nicht nur einen Usernamen in Form der Kontonummer und ein Passwort ohne Sonderzeichen.

        MfG P.B.

        • … oder sogar eine 6-stellige PIN, die nur aus Ziffern bestehen darf (z.B. bei comdirect). 🙂

      2. naja die Tipps sind ja immer gut und recht, allerdings sollte man vielleicht auch darauf aufmerksam machen das nicht überall und immer „so sichere“ PW benötigt werden, kommt leider immer öfters vor das die Herren und Damen die Pw vergessen.

        Bei einem Mailacc oder dergleichen kein Problem aber habe gerade wieder einen Fall wo man „cool“ sein wollte und die externe Platte verschlüsselt hat und jetzt eben keinen Tau mehr hat bez. PW nicht mal ein Zeichen – die Einzige Aussage: es war lange und kompliziert. Selbst mit BF-Meth. und haufenweise Tables im Hintergrund kann dies eine Ewigkeit dauern.
        Wie gesagt – gut, dass das Thema mal forciert wird aber man kann es auch übertreiben und gerade der „Normaluser“, wo nicht jeden Tag am Gerät sitzt, vergisst dann leider sehr gerne die komplexen Passwörter.

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