Trust Dixxo im Test: Günstigem Bluetooth-Speaker mit Party-Beleuchtung fehlt es an Tiefe

Trust Dixxo im Test: Günstigem Bluetooth-Speaker mit Party-Beleuchtung fehlt es an Tiefe

Bluetooth-Speaker gibt es wie Sand am Meer. Wir haben uns mit dem Trust Dixxo ein vergleichsweise günstiges Exemplar geschnappt und getestet, wie sich der blinkfreudige tragbare Lautsprecher im Alltag schlägt.

Der Trust Dixxo wandert im Netz aktuell für etwas weniger als 45 Euro* über die Ladentheke. Damit ist er deutlich günstiger als bspw. der UE Boom 3 (Test) oder der Dockin D Fine (Test), die für jeweils knapp 90 bzw. 110 Euro den Besitzer wechseln. Um den günstigen Preis realisieren zu können, verzichtet Trust beim Dixxo auf eine IP-Zertifizierung und einen 360°-Klang. Für die musikalische Beschallung auf einem Boot ist der Dixxo im Vergleich zum Wonderboom 2 (Test) also weniger geeignet. Dafür will der Dixxo mit einer 360°-LED-Lichtshow und vielen Anschlüssen auftrumpfen.

Produkteigenschaften des Trust Dixxo

Material Kunststoff, Metall, Gummi
Sound zwei 40mm-Treiber mit 10 Watt Leistung
Anschlüsse Bluetooth
Klinkenanschluss
MicroSD-Kartenleser
USB-A
Micro-USB
Frequenzbereich 20 Hz bis 20 kHz
Akku 2.200 mAh
bis zu 15 Stunden
Abmessungen 180 x 77 x 78 mm
Gewicht 450 Gramm

Fairer Lieferumfang, stylisches Design

Der Dixxo ist in einem kleinen Karton verpackt. Darin befinden sich neben dem Lautsprecher noch etwas Papierkram und Kunststoff sowie ein Klinken- und ein USB-Ladekabel von Typ-A auf Micro-USB. Den Kunststoff möchte Trust in Zukunft übrigens reduzieren, indem unnötige Plastiktüten vermieden und Halterungen in der Verpackung durch Pappe ersetzt werden. Finde ich gut.

Trust Urban Dixxo

Das Design des Lautsprechers ist stylisch. Ober- und Unterseite setzen genauso wie die seitliche Fläche mit den Anschlüssen auf eine Gummierung. Die restliche Seitenfläche des zylinderförmigen Speakers ist mit einem schwarzen Gitter umgeben. Unter dem Gitter befindet sich weißer Stoff, durch den die optische Besonderheit des Dixxo gut sichtbar ist – die auffällige RGB-Beleuchtung. Die ist zwar leider nicht individuell steuerbar, über einen Druckpunkt an der Oberseite lassen sich aber unterschiedliche Modi und Farben wählen. Obwohl Trust mit einer 360°-Beleuchtung wirbt, wird diese – bedingt durch die seitlichen Anschlüsse – nicht komplett realisiert.

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Nicht wasserdicht, aber robust

Der Dixxo kann mit keiner speziellen IP-Zertifizierung aufwarten, dank Gitterummantelung aus Metall und gummierter Oberfläche macht er aber einen sehr stabilen Eindruck. Auch hüfthohe Stürze sollte der Speaker damit ohne größere Schäden überleben. Der Dixxo ist allerdings nicht gegen Wasser und Staub geschützt. Für die Party auf einem Boot ist er daher nur bei aufmerksamer Begleitung geeignet.

Trust Urban Dixxo Verarbeitung

Bei der Verarbeitung dürft ihr bei dem aufgerufenen Preis keine Wunder erwarten. Sie ist solide, aber die Übergänge zwischen der gummierten Verkleidung sind bspw. nicht ganz bündig und die Oberseite ist nicht 100%ig eben.

Trust Urban Dixxo Verarbeitung

Viele Anschlüsse und integrierter Mp3-Player

Der Dixxo verfügt über eine ganze Reihe an Anschlüssen. Zwar ist die Verbindung via Bluetooth am einfachsten und das Koppeln klappt einwandfrei, ihr könnt aber auch direkt von einem USB-Stick, einer Micro-SD-Karte oder via Klinkenanschluss Musik wiedergeben. Akzeptiert werden Datenträger im FAT32-Format und die Dateiformate MP3, WMA und WAV. Ohne Display müsst ihr euch allerdings darauf einstellen, dass die Steuerung durch eine Ordnerstruktur nur schwer möglich ist.

Der Dixxo verfügt ebenfalls über einen Micro-USB-Anschluss, über den ihr den Speaker laden könnt. Alle Anschlüsse liegen in einer kleiner Vertiefung, durch die sich der Dixxo gut in liegender Position platzieren lässt.

Trust Urban Dixxo Anschlüsse

Die Reichweite der Bluetooth-Verbindung gibt Trust mit ca. 10 Metern an. Das ist durchaus ein realistischer Wert, denn der Dixxo hat am anderen Ende meiner Wohnung noch gut funktioniert, obwohl ca. 8 Meter und mehrere Wände dazwischenliegen.

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Durchdachte Steuerung mit Drucktasten

Der Trust Dixxo hat einen Schieberegler an der Seite, mit dem ihr den Speaker ein- und aussschalten könnt. Ebenfalls an der Seite befinden sich zwei LEDs, die jeweils über den Ladezustand und den Kopplungszustand Auskunft geben. Alle weiteren Druckpunkte befinden sich an der Oberseite. Mit der mittigen Druckfläche könnt ihr den Kopplungsmodus aktivieren, die aktuelle Wiedergabe pausieren bzw. fortsetzen und auch Anrufe annehmen/beenden. Solltet ihr angerufen werden, während euer Smartphone mit dem Dixxo gekoppelt ist, wird der Anruf automatisch über den Lautsprecher wiedergegeben.

Trust Urban Dixxo Steuerung

Des Weiteren gibt es eine Taste für die Steuerung der verschiedenen Lichtmodi. Haltet ihr die Taste gedrückt, ändert sich die Farbe des aktuellen Modus. Mit einer dedizierten Taste könnt ihr ebenfalls zwischen den unterschiedlichen Quellen wechseln. Die Tasten für „Titel vor/zurück“ fungieren beim Halten ebenfalls als Lautstärkeregler. Schön: Die Läutstärke lässt sich sehr fein abstimmen.

Solider Sound mit wenig Bass

Der Sound des Trust Dixxo ist bei mittlerer Lautsärke in Ordnung. Zwar sind die Höhen deutlich präsenter als die Tiefen, aber die Wiedergabe von bspw. elektronischer Musik oder Jazz ist durchaus passabel. Rock, Hip-Hop und Co. kommen allerdings nicht so richtig zur Geltung, da einfach der Bass und somit der Kick fehlt. Der Trust Dixxo besitzt übrigens keinen 360°-Sound, sondern Stereo-Lautsprecher. Die Klangqualität ändert sich damit je nachdem, wo ihr euch vor dem Speaker befindet. Am besten klingt es, wenn der Dixxo zentral vor euch liegt und die Anschlüsse genau entgegengesetzt zu euch ausgerichtet sind.

Trust Urban Dixxo Test

Der Trust Dixxo kann richtig laut werden, allerdings neigt er dann stark zum Übersteuern und Rauschen. Grenzwertig wird es ab ca. 75% der maximalen Lautstärke, weil dann auch die Höhen fies werden.

Insgesamt eignet sich der Trust Dixxo daher bspw. eher für die kleine Lichtshow in gemütlicher Runde mit musikalischer Hintergrundbeschallung und weniger für den wirklichen Musikgenuss oder die Beschallung von großen Arealen. Angesichts der Größe und des fairen Preises ist das aber auch keine Überraschung und nur halb so wild.

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Beleuchtung kostet Akkulaufzeit

Die von Trust angegebene Akkulaufzeit von bis zu 15 Stunden verfehlt der Dixxo – zumindest mit eingeschalteter Beleuchtung – deutlich. Im Test erreichte der Bluetooth-Speaker lediglich gut fünf Stunden bei moderater Zimmerlautstärke (50-60% Lautstärke). Da halten Speaker wie der Wonderboom 2 mit 22 Stunden Laufzeit deutlich länger durch, bieten aber auch keine Lichtershow. Der Knackpunkt dürfte nämlich die RGB-Beleuchtung sein, für die der Akku des Dixxo mit 2.200 mAh nicht entsprechend groß dimensioniert ist. Als (nervigen) Ghottoblaster-Ersatz in der Öffentlichkeit solltet ihr den Dixxo also lieber nicht einplanen.

Trust Urban Dixxo Laden

Der Dixxo wird via Micro-USB-Kabel geladen. Zwar würde ich mich mehr über einen Typ-C-Anschluss freuen, aber so wirklich erwarten kann man das im Preisbereich bis 50 Euro eher nicht. Die grüne LED leuchtet nach einem ca. einstündigen Ladevorgang.

Fazit: Trust Dixxo

Für knapp 45 Euro* ist der Trust Dixxo durchaus für Nutzer empfehlenswert, die auf der Suche nach einem auffälligen Bluetooth-Speaker mit cooler RGB-Beleuchtung und vielen Anschlussmöglichkeiten sind. Die Steuerung ist eingängig und der Speaker schön robust. Für Grillabende in kleinerer Runde auf Balkon, Terrasse oder am Strand ist der Speaker daher durchaus geeignet. Ebenso dürften Kinder und Jugendliche mit der beleuchteten Krawallbüchse ihre Freude haben und über die (nicht ganz einwandfreie) Verarbeitung und das etwas bassarme Klangbild hinwegsehen.

Trust Urban Dixxo

Wer auf die Lichtshow verzichten kann und einen IP-zertifizierten Outdoor-Speaker mit besserem Klangbild sucht, sollte sich den Wonderboom 2 (Test) oder Boom 3 (Test) anschauen. Noch mehr Bass und einen kräftigeren Sound bietet der Dockin D Fine (Test) zum Preis einer eingeschränkteren Mobilität.

Zum Shop: Trust Dixxo

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*Stand: 12.08.2020

Veröffentlicht von

Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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