Tüftlerin baut einen modernen Apple iPod

Tüftlerin baut einen modernen Apple iPod

Apples iPod ist schon lange nicht mehr das, was er mal war: Ein Musikplayer mit richtig gutem Sound. Höchste Zeit, eine moderne Version zu erschaffen, dachte sich eine Tüftlerin.

Hachja, der iPod. DAS Apple-Statussymbol für unterwegs – bevor das iPhone kam. Mittlerweile bekommt ihr zwar noch immer den iPod Touch bei Apple, dieser ist aber eher ein abgespecktes iPhone. Der so wichtige Sound-Aspekt ist mit den neueren Generationen immer mehr in den Hintergrund gerückt.

So gilt der iPod 5.5 als der letzte mit herausragendem Sound. Verantwortlich dafür ist der verbaute DAC (Digital-Analog-Konverter). Dieser stammt von Wolfson und wandelt das digitale Bit-Signal von AAC- oder MP3-Dateien für den analogen Klinkenanschluss des iPods um. Später wurde das Modell durch einen CirrusLogic-DAC ersetzt, der qualitätsmäßig deutliche Einschnitte machte.

ipod_cover via ellie huxtable blog 2

Ellie Huxtable ist eine Software-Entwicklerin und Tüftlerin, die sich auf ihrem privaten Blog, Ellie.wtf, mit Computern beschäftigt. Ab und zu wird aber auch gebastelt. So geschehen nun im Falle des iPods. Neben dem guten DAC, spielte auch noch die Vorderseite aus Plastik beim Modell 5.5 eine Rolle, da sich diese leicht abnehmen lässt. Alle Komponenten beschaffte sie sich problemlos via eBay und das nötige Werkzeug hatte iFixit parat.

ipod_cover via ellie huxtable blog 2 iflash quad

Nach dem Öffnen war zuerst der Speicher an der Reihe. Im iPod 5.5 ist noch eine uralte HDD verbaut, die aber immerhin schon 80 GB fasste. Anstatt erneut auf eine HDD zu setzen, nutzte Huxtable einen iFlash Quad. Hierbei handelt es sich um einen schmalen Adapter, für bis zu vier MicroSD-Karten. Diese halten (mangels beweglicher Teile im Inneren) deutlich länger und können sogar später noch geupgradet werden. Mit zwei 512GB-Karten bekommt ihr also bereits über einen TeraByte an Speicher und habt noch zwei weitere MicroSD-Steckplätze übrig.

ipod_cover via ellie huxtable blog 2 battery

Außerdem ist die Lösung via iFlash-Adapter auch noch dünner als die zuvor verbaute HDD. Dafür kann dann zum Beispiel ein größerer Akku verbaut werden – gute Sache.

Allerdings braucht ihr mit dem Adapter dann auch alternative Firmware, die es in Form von Rockbox und FreshOS gibt. Netter Nebeneffekt: Auf iTunes könnt ihr somit verzichten. Huxtable entschied sich auch noch dafür eine neue Rückseite mit 1TB-Schriftzug zu verbauen. Dafür mussten allerdings Kopfhörerausgang und Hold-Knopf gewechselt werden. Gar nicht mal so einfach. Aber – falls ihr denselben Umbau vorhabt – diesen Teil könnt ihr euch sparen. Hier geht es dann nur noch um kosmetische Veränderungen. Alles Weitere erfahrt ihr auf Huxtables Blog

Was haltet ihr von solchen Umbauten? Würde für euch ein dedizierter Audioplayer noch in Frage kommen oder seid ihr vollends zufrieden mit eurem Smartphone? Lasst es uns im Kommentarbereich wissen!

Zum Shop: Apple

Bilder und Infos via: Ellie.wtf, MacintoshHowTo, Rockbox, iFlash

Veröffentlicht von

Großer Film- und Serien-Fan, der von Antonioni bis Tarkowski (fast) alles gesehen hat, was Kino und Fernsehen hergeben. Durch Super Nintendo und PS1 fand er Mitte der 90er seine Leidenschaft für PC- und Konsolenspiele. Zockt mittlerweile vornehmlich am selbstgebauten Gaming-PC und gelegentlich auch auf der PlayStation.

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