Unprinter: Der Tonerkiller unter den Druckern

Unprinter: Der Tonerkiller unter den Druckern

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Papier ist, trotz all der technischen Fortschritte, im Büro noch immer nicht weg zu denken. Ständig wird gedruckt, in der Regel landet das Gedruckte schon kurze Zeit später im Schredder oder Papiermüll. Der Mexikaner David Leal will sich dem nun annehmen und den Papierbedarf deutlich senken – durch einen „Drucker“, der bereits Gedrucktes per Laser vom Papier löscht.

Die Technik klingt fast so futuristisch, wie das papierlose Büro: Per 30 Watt Laser kann David Leal in seinem Versuchsaufbau bedruckte Seiten vollständig von Toner befreien und somit wiederverwendbar machen. Getauft wurde das Gerät „Unprinter“.

Dazu erhitzt der Laser den Toner auf dem Papier durch kurze Energiestöße, wodurch das im Toner erhaltene Harz verdampft. Dabei werden durch das verdampfende Harz kleine Explosionen erzeugt, die den Toner brüchig machen und dadurch vom Papier lösen. Die Reste werden im Anschluss abgesaugt und gefiltert. Das Papier soll, da nur sehr kurze Energiestöße genutzt werden, bei dem Vorgang nicht beschädigt werden.

Übrig bleibt nach dem Prozess Wasserdampf und kleine Mengen CO2 – und eine saubere Papierseite. Der Vorgang funktioniert mit allen Tonern, egal welcher Farbe. Bei Tintendruck ist die Technik allerdings nicht einsetzbar.

Derzeit kostet der verwendete Laser rund 10.000 Euro und der Vorgang benötigt knapp 7 Minuten – ziemlich teuer und langsam. Langfristig will man die Kosten auf 2.000 Euro reduzieren und die Dauer des Prozesses auf 30 Sekunden verkürzen. Vorerst soll ein eigenständiges Gerät entwickelt werden, zukünftig soll es dann aber auch möglich sein, es in große Drucker bzw. Multifunktionsgeräte zu integrieren.

Bei den angepeilten Anschaffungskosten von rund 2.000 Euro dürfte der Unprinter erstmal nur für größere Unternehmen interessant sein, die einen entsprechend hohen Papierverbrauch haben. Auf Dauer amortisiert sich die Anschaffung dann mit Sicherheit. Wie hoch die Erfolgsquote bei der Reinigung ist, wurde aber noch nicht erwähnt.

quelle: Heise Online

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