Unreal Engine 5 Early Access – „Seht euch diese Felsen an!“

Unreal Engine 5 Early Access – „Seht euch diese Felsen an!“

Epic Games‘ Unreal Engine bildet die Grundlage für viele unserer Lieblings-Games. Nun gibt es neues Bildmaterial der UE5 zu sehen – das erneut die Kinnlade herunterklappen lässt.

Next-Gen ist endlich da

Eine der wichtigsten Neuankündigungen der gesamten Gaming-Industrie geht – ohne passendes Spiel als Zugpferd – oftmals ein wenig unter: Denn wenn Epic die neue Unreal Engine präsentiert, dürfen wir uns auf einen echten Grafik-Generationssprung in kommenden Games freuen. Für unzählige Entwickler ist Epics Game-Engine schließlich der Unterbau – und wenn dieser besser aussieht denn je, werden auch darauf basierende Titel durch die Bank hübscher.

Bereits letztes Jahr durften wir uns in einer kurzen Gameplay-Demo an Spielszenen der UE5 auf der PlayStation 5 erfreuen. Nun gab es einen längeren Deep-Dive, der uns im Video einige der neuen Technologien näherbringt. Klingt erstmal trocken, ist aber verdammt ansehnlich und auch ohne technisches Know-How beeindruckend.

Passender Anlass für die Vorstellung ist der Beginn der Early-Access-Phase. Ab sofort könnt ihr damit das gezeigte „Valley of the Ancient“-Projekt ausprobieren und bearbeiten. Größere Entwickler werden aber wohl bereits seit geraumer Zeit mit der Engine hantieren.

Unreal Engine 5: Das sind die vorgestellten Technologien

„Nanite“ kennen wir bereits vom letzten Jahr, das macht die Geometrie-Technik aber nicht weniger beeindruckend. Kurz gesagt ermöglicht euch das Verfahren, enorm viele kleine Details in eure UE5-Umgebungen zu packen. Normalerweise verbringen Entwickler Monate mit dem Optimieren von sogenannten Bump-Maps und dem Anpassen des Level-Of-Detail (LoD). Hierbei werden mühsam kleine Steine platziert und die Texturen für entfernte Objekte herunterskaliert, um Leistung zu sparen.

body-nanite- Unreal Engine 5 via Epic Games

Nanite

Die Unreal Engine 5 kann das mit Nanite nun komplett automatisch übernehmen und dabei selbst Objekte mit Millionen von Polygonen in der Umgebung platzieren – ohne dass die Leistung darunter leidet oder das LoD skaliert werden müsste. Das Ergebnis sind Umgebungen mit unzähligen Details, die fast fotorealistisch wirken und dennoch selbst auf Konsolen flüssig über den Bildschirm laufen.

body-lumen 2- Unreal Engine 5 via Epic Games

Lumen

Lumen ist ein Tool für die globale Beleuchtung in der UE5, das Entwicklern erneut enorm viel Arbeit abnehmen dürfte. Das langwierige Hantieren mit sogenannten Lightmaps soll damit entfallen. Diese mussten bislang mühsam in der Spielwelt platziert werden und wurden dabei auch erst nach einem Render-Vorgang vollständig im Editor dargestellt. Dank „Lumen“ lässt sich die globale Beleuchtung nun in Echtzeit anpassen. Man soll so etwa die Position der Sonne und diverser Lichtquellen eingeben können und die Unreal Engine übernimmt dank „Lumen“ den Rest. Reflektionen werden damit automatisch erzeugt, genauso wie indirektes diffundiertes Licht.

Daneben zeigte Epic auch noch weitere Tools der neuen UE5: So wurde der Editor deutlich überarbeitet und die Möglichkeiten für Charakter-Animationen innerhalb der Engine stark verbessert. Aus diesem Grund muss man nun nicht mehr zwangsläufig andere Software nutzen, um komplexere Animationsvorgänge darzustellen.

Wichtig für Open-World-Games – und auch für die neuen Konsolen mit ihren schnellen Speichermedien – wird das verbesserte Feature zur Weltenunterteilung. Klingt dramatisch, aber sorgt schlichtweg dafür, dass die UE5 nun automatisch eure Spielwelten in einzelne Zellen unterteilt. Das soll die Render-Geschwindigkeit deutlich verbessern. Zudem wurde die Basis für die Zusammenarbeit mit Kollegen an einer offenen Spielwelt stark verbessert. Man kann nun gleichzeitig an einem Gebiet arbeiten und kommt sich dabei nicht mehr in die Quere. Das mag trivial erscheinen, könnte aber die Entwicklungsgeschwindigkeit von großen, offenen Welten stark erhöhen.

body-metasounds- Unreal Engine 5 via Epic Games

MetaSounds soll die Klangproduktion der UE5 auf eine neue Ebene heben.

Last, but not least, hat Epic auch das Sound-Design grundlegend überarbeitet. Hier besteht in vielen Games noch massives Ausbaupotenzial und Epic scheint sich dessen bewusst zu sein. Mit „MetaSounds“ hat man nun eine ähnliche Kontrolle über die Audio-Pipeline wie über die visuelle Darstellung. Dank einer Vielzahl an Modulizern und Synthesizern kann man eigene Klänge noch einfacher erzeugen und an Umgebungen anpassen.

Ebenfalls sehr cool: Aktuelle Projekte in der Unreal Engine 4 können einfach in die UE5 übernommen werden und profitieren dann von allen neuen Features. Im Epic Games Launcher könnt ihr euch die Early-Access-Fassung kostenlos zum Ausprobieren herunterladen. Die Vollversion der Unreal Engine 5 wird noch im Laufes dieses Jahres erwartet.

Was haltet ihr vom gezeigten Bildmaterial und welche Spiele sollten eurer Meinung nach eine Überarbeitung in der UE5 bekommen? Lasst es uns in den Kommentaren wissen.

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Quellen, Video und Bilder via: UnrealEngine.com, Unreal Engine auf YouTube.com

Veröffentlicht von

Großer Film- und Serien-Nerd, der von Antonioni bis Tarkowski (fast) alles gesehen hat, was Kino und Fernsehen hergeben. Durch die älteren Geschwister fand er Mitte der 90er seine Leidenschaft für PC- und Konsolenspiele. Zockt mittlerweile vornehmlich am selbstgebauten Gaming-PC und gelegentlich auch auf seiner PS4 Pro.

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