Unser erster Eindruck von der Canon EOS 100D

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Gestern haben wir mit der Canon EOS 100D die kleinste digitale Spiegelreflexkamera der Welt ins Büro bekommen und da mich brennend interessierte, wie sich der „Zwerg“ so schlägt, also ausgepackt und losgelegt. Da ich persönlich nicht der Fan der Kit-Optik bin, habe ich mir mein EF-S 15-85mm Objektiv mitgebracht. Ich war gespannt, ob die kleine DSLR auch mit einer etwas größeren Optik gut harmoniert. Mein erster Gedanke war zwar, ob denn die normalen Objektive passen, aber die Kamera ist mit allen EF und EF-S Objektiven kompatibel.

Zuallererst sei gesagt: Man darf hier keinesfalls eine Profi-Kamera erwarten! Wer mit diesen Erwartungen an die Kamera herangeht, der wird die Kamera nicht mögen. Wenn man sie aber aus dem Auge des Einsteigers betrachtet, der bislang nur mit Kompaktkameras gearbeitet hat, der dürfte seine Freude mit der Canon EOS 100D haben. Aber nur wenn die Hände nicht zu groß sind! Falls doch, gibt es ja dann auch die Canon EOS 700D. Die Kamera ist nämlich echt klein. Sie ist so breit, wie das iPhone 4 lang ist und ich finde mit großen Händen ist sie etwas unhandlich. Trotzdem steckt in ihr ein 18 MegaPixel CMOS-Bildsensor, wie man ihn von anderen DSLR von Canon kennt. Die 100D ist mit einem Digic-5 Bildprozessor, 9 AF-Sensoren und einem maximalen ISO-Wert von 12.800 ausgestattet. Von den reinen technischen Details klingt das nun ganz normal. Spannend hingegen ist das Gewicht von leichten 407 Gramm samt Akku und Speicherkarte sowie die Abmessungen von ca. 116,8 x 90,7 x 69,4 mm.

Kleines Highlight bei dem Winzling ist das 3 Zoll Display mit Touch-Funktion, somit lassen sich viele Einstellungen direkt durch antippen auf dem Display ändern. Aber ganz ehrlich: Das muss auch so sein, denn die üblichen Knöpfe und Dreh-Regler sind meiner Meinung nach für große Hände schlecht angeordnet und zu fummelig. Auch muss bei einem größeren Objektiv die Kamera eher am Objektiv getragen werden als am Griff, da das Gesamtgewicht sonst eher dazu führt, dass die Kamera aus der Hand rutschen würde. Die EOS 100D erinnert mich von der Größe eher an eine Bridge Kamera als an eine richtige DLSR. Nutzer mit kleineren Händen hingegen finden die Kamera griffig und gut, mit dem Kit Objektiv hat man auch nicht so das Problem, dass die Kamera zu schwer wird und nach vorne wegzukippen droht, wenn man sie nur mit einer Hand hält.

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Da Canon die Kamera vermutlich als Bindeglied zwischen kompakten Kameras und größeren DSLR anbieten will, kommt die 100D auch mit einer Vielzahl an Szenen-Programmen daher, wie z. B. für Kinderaufnahmen, Nachtmotiven, HDR und Essen. Auch die üblichen Motivprogramme und die manuelle Steuerung ist bei der 100D ebenfalls problemlos möglich.

Besonders gut gefällt mir, dass bei der Videoaufnahme in FullHD mittlerweile der Autofokus automatisch mit läuft und man somit während einer Aufnahme eine automatische Scharfstellung wie bei einem Camcorder hat, auch wenn dies langsamer geschieht als bei einer richtigen Videokamera. So gelingen echt gute Aufnahmen und die EOS 100D passt in dem Fall durch die geringe Größe auch in eine kleinere Tasche und kann im Urlaub auch die Videokamera ersetzen.

Hands On samt Beispielvideo:

Fazit: Der Canon EOS 100D hat mich überzeugen können. Er kann alles was die größeren Brüder auch können und wenn man sich mit den Eigenheiten der Kamera vertraut gemacht hat, dann gelingen auch tolle Fotos. Ein paar Beispielbilder habe ich in unserem Google Fotoalbum für euch.

Die 100D gefällt mir technisch auf jeden Fall, die Kamera ist nur zu klein für große Hände. Stände ich aber nun vor der Wahl jemanden im Bekanntenkreis mit kleinen Händen eine Einsteiger-DSLR zu empfehlen, dann wäre die 100D auf jeden Fall in der Auswahl mit dabei. Die Wahl zwischen Kit-Optik und einem Universal-Objektiv ist dann noch mit den persönlichen Vorlieben verbunden. Was soll fotografiert werden, ist ein großer Zoom-Bereich wichtig oder legt man eher auf Weitwinkel und Porträts wert? Soll die Kamera ohne für einige lästiges Objektiv wechseln genutzt werden oder habt man lieber eine breite Auswahl an Optiken im Gepäck? Die kleine EOS 100D ist mit der Kit-Optik eine gute Wahl, wenn es etwas mehr sein soll, dann schaut euch einfach mal das Tamron 18-270mm Reisezoom an und bestellt die Kamera nur als Body.

 

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3 Kommentare auf "Unser erster Eindruck von der Canon EOS 100D"

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ekim

was kostet?

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DerPreisIstHeiss

Geld 🙂

Wenn Du auf die Links klickst, dann siehst du es auch. € 658,99 mit dem Objektiv

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Olaf

Sehr gute Bilder!, hab mir heute die 100D als Zweitkamera geholt(da meine 40D noch kein Video hat)und ich noch nicht updaten möchte.Somit ergänzt sie mein Kamera,,park,, ideal.
vor allen kei Kompaktmaße und das Fliegengewicht animieren doch mal schnell die SLR mit zu nehmen, da die 40 sehr schwer ist.
Bei Mediamarkt ist das Kit zz. für 519 zu haben.