Unter 500 Euro: Nokia Lumia 900 im Anflug auf Deutschland

Eben kam von Nokia direkt die Information in mein Postfach geflattert, dass das Nokia Lumia 900 ab heute offiziell in Deutschland verfügbar ist. Das Nokia Lumia 900 ist bereits seit Anfang 2012 in einer 4G-Variante in den USA zu haben und dort, gemessen an Windows Phones generell, sehr beliebt. In Deutschland verfügt das Lumia 900 über DC-HSPA und damit über maximal 42 Mbps für Downloads, Surfen & Co.

Das Nokia Lumia 900 wurde bereits auf der CES 2012 im Januar in Las Vegas vorgestellt, dann auch auf dem Mobile World Congress in Barcelona gezeigt, wo ich es auch noch einmal unter die Lupe nehmen konnte. Auch Kollege Hannes konnte das Gerät bereits testen und teilte im Vergleich zum Lumia 800 mit:

Die äußerlichen Unterschiede halten sich daher in Grenzen. Nur an der Oberseite wurde die Micro-USB- und SIM-Abdeckung entfernt. Der USB Anschluss sitzt nun frei auf der Oberseite und die SIM-Karte versteckt sich unter einer eigenen Klappe, die nur mittels Werkzeug (ähnlich dem iPhone) geöffnet werden kann. So etwas finde ich immer etwas schade, aber letztendlich: Wie oft wechselt man schon die SIM-Karte?

Haptisch nimmt es sich ebenfalls nicht viel gegenüber dem Lumia 800 – nur dass es durch die Größe von 4,3“ für kleine Hände etwas unhandlich sein kann. Mir persönlich gefällt ja die Größe vom Lumia 800 besser, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Ich hatte keine Probleme das Gerät zu bedienen, auch die Sensortasten unterhalb des Displays konnte ich ohne umgreifen erreichen.

In technischer Hinsicht hat sich natürlich etwas getan. Das Display misst jetzt 4,3“ und der Arbeitsspeicher wurde verdoppelt. LTE wird hierzulande allerdings nicht an Bord sein, auch wenn es in den USA damit angeboten wird. Macht derzeit auch noch wenig Sinn, da die Netzabdeckung in Deutschland sowieso noch zu dürftig ist. Dafür ist DC-HSPA+ dabei – ihr könnt also wenn es euer Netz und Vertrag zulässt mit bis zu 42 MBit/s mobil surfen.

Am Gerät selber wurde oft die geringe Auflösung im Vergleich zu Mitbewerbern in der gleichen Leistungsklasse bemängelt. Auch gibt es Vermutungen, dass sich momentan auf dem Markt befindliche Geräte nicht auf das kommende Windows Phone 8 aktualisieren ließen, stattdessen mit einer Art Feature-Update vorlieb nehmen müssten. Weder Nokia noch Microsoft äußerten sich bislang dazu, eine Tatsache, die sicherlich einige potentielle Kunden verschrecken wird. Wobei – wenn man ganz ehrlich ist: ob man ein Update bekommt, weiss man bei vielen Android-Geräten auch nicht.

Was steckt eigentlich genau drin im Lumia 900 von Nokia? Der erwähnte Single Core-Prozessor ist von Qualcomm, genauer gesagt ein S2 mit 1,4 GHz. RAM kommt 512 MB zum Einsatz, das 4,3 zöllige AMOLED-Display löst mit 800 x 480 Pixeln auf. Die Cams sind Standard für Nokia, 8 Megapixel (Weitwinkelobjektiv von Carl Zeiss (f2.2/28 mm), doppelter LED-Blitz), Aufnahmen in 720p @ 30fps sind möglich, dazu eine 1 Megapixel-Cam für Videotelefonie und alberne Selbstbildnisse auf der Frontseite. Platz zum Speichern steht auch bereit: 16 GB an der Zahl. Dazu natürlich Bluetooth & WLAN.

Das Nokia Lumia 900 wird in Deutschland in den Farben weiß, schwarz und cyan zum Preis von ca. 579 Euro (inklusive Steuern, ohne Vertrag) erhältlich sein – so jedenfalls die UVP – bei uns für momentan 498 Euro. Zu teuer für einen Erfolg? Was meint ihr?

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