Ursache für die Note 7-Pannenserie gefunden?

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Bislang gibt es keine offizielle Ursache für die in Flammen aufgehenden Akkus des Note 7. Eine US-Techfirma will jetzt in einem Designfehler für den Akku die Ursache gefunden haben.

Demnach stand dem Akku bei dem Note 7 schlicht und ergreifend zu wenig Platz zur Verfügung. Ein Akku dehnt sich während der Nutzung immer etwas aus, weshalb es im Normalfall üblich ist, genügend Platz im Gehäuse zu schaffen um dem Akku Spielraum zu gewähren. Die Autoren von Instrumental sprechen von einer Faustregel, dass dem Akku immer rund 10% spielraum gegeben werden sollte. Im Falle des Note 7 mit seinem 5,2mm dicken Akku sollte also ein Spielraum von etwa 0,5mm bestehen. Das war nicht der Fall, wie im Bild dargestellt:

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Außerdem stieß der Akku in der Höhe bereits an der Rückseite des Gehäuses an, auch hier gab es also keine nötige Pufferzone.

Dadurch war der Akku bereits ohne äußere Einfluss stark belastet, denn durch die Ausdehnung erhöhte sich der Druck auf die Polymerschichten, die dafür sorgen, dass sich der Positive und Negative Layer nicht berühren. Kommt nun noch Druck von Außen hinzu – beispielsweise wenn man sich mit dem Smartphone in der Tasche hinsetzt oder es gar herunterfällt – ist das Risiko hoch, dass sich durch den erhöhten Druck die beiden Layer berühren. Das kann dann letztlich zur Entzündung des Akkus führen – und somit zur vermeintlichen Explosion des Smartphones.

Samsung hat hier letztlich versucht, die absolut maximale Kapazität aus dem Akku herauszuholen, konnte die Physik aber am Ende doch nicht überlisten.

Zu bedenken gibt es bei dieser Analyse von Instrumental: Instrumental selbst ist spezialisiert auf die Herstellung von Hard- und Software zur Qualitätssicherung während der Fertigung von Elektronik-Artikeln. Man hat dort also sicher sehr viel Erfahrung, möchte aber bestimmt auch etwas Werbung mit dem Artikel machen.

Instrumental via Digital Trends

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Über Eike

Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.
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