USB-Drucker am Router: Netzwerkintegration mit kleinen Hindernissen

laptop-1016257_19201Es könnte so einfach sein: Drucker an den USB-Anschluss des Routers anschließen, schon kann man seinen alten Drucker oder ein Billiggerät über das Netzwerk ansteuern. Doch so einfach ist es nicht: Um einen nicht-netzwerkfähigen Drucker über LAN oder WLAN zum Drucken bewegen zu können, muss er bestimmte Druckersprachen unterstützen.

Der Plan, einen preiswerten USB-Drucker über den USB-Port des Routers ins Netzwerk zu integrieren, kann unterschiedliche Gründe haben: Man spart Geld bei der Anschaffung, denn ein USB-Drucker ist in der Regel preiswerter als ein drucktechnisch gleichwertiger Netzwerk-Drucker, der mit Ethernet, WLAN, AirPlay, NFC oder Bluetooth ausgerüstet ist. Besitzt man bereits einen USB-Drucker, der seit Jahren seinen Dienst zuverlässig verrichtet und für den man passende Tintenpatronen oder Tonerkartuschen preiswert erhält, kann man auch ihn über den USB-Port seines Routers mit dem Netzwerk verbinden. Das ist praktisch, wenn man ihn von mehreren Rechnern und vom Smartphone oder Tablet aus ansteuern möchte, ohne extra Kabel umstöpseln zu müssen. Doch damit der Drucker an einem Router seinen Dienst aufnimmt, müssen bestimmte Vorrausetzungen erfüllt sein.

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GDI, PCL und Postscript

Ein Drucker empfängt seine Druckaufträge über bestimmte Seitenbeschreibungssprachen wie GDI, PCL und Postscript. Durch die genormten Druckersprachen kann ein Drucker das korrekte Layout auf Papier bringen. Am weitesten Verbreitung gefunden haben die pixelorientierte Printer Command Line (PCL) und die vektorbasierte Postscript-Sprache. In der Regel ist ein PCL- oder Postscript-Drucker über den USB-Anschluss eines modernen Routers nutzbar. Problematisch wird es mit einem Drucker, der ausschließlich die Druckersprache Graphics Device Interface (GDI) unterstützt. Hier übernimmt ein Windows-Rechner als Host die Aufbereitung des Druckauftrags, der Drucker muss nur noch drucken. Ein GDI-Drucker lässt sich nur mit dem Betriebssystem verwenden, für das der Hersteller Treiber zur Verfügung stellt. Auch eine Netzwerkunterstützung bietet die Druckersprache GDI nicht. Da ein GDI-Drucker einen Windows-PC zur Druckvorbereitung voraussetzt, benötigt der Drucker selber kaum leistungsfähige Hardware, weshalb die GDI-Sprache vorrangig bei Billigdruckern anzutreffen ist.

Wer seinen GDI-Drucker im Netzwerk weiter verwenden will, der benötigt einen dedizierten Printserver. Die kleine Box gibt es für schmales Geld und ist schnell installiert. Man schließt sie per Ethernet an den Router und via USB an den Drucker an. Alternativ verwendet man einen Windows-Rechner als Druck-Host und gibt den Zugriff auf den Drucker über das Netzwerk frei. Doch dafür muss der Host-Rechner eingeschaltet sein, was umständlich sein kann und unnötig Strom verbraucht. Wer sich aus Kostengründen keinen netzwerkkompatiblen Drucker zulegen möchte, sollte also darauf achten, dass der USB-Printer die gängigen Drucker-Sprachen PCL und Postscript versteht. So spart man sich die zusätzlichen Anschaffungskosten eines Printservers.

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Über Robert Tischer

Aufgewachsen mit Lego und Nintendo Game Boy eroberte schon bald ein Laptop mit MS-DOS und Windows 3.1 mein Herz und meinen Schreibtisch im Jugendzimmer. Nach einer kurzen Technikrezession sind Schreibtisch und Spielplatz 20 Jahre später auf die Größe eines Wohnzimmers gewachsen, das inzwischen einen Anbau vertragen könnte.
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