Usertest der ATI Radeon HD 6790 – Der Einbau

Heute schreibe ich also zum ersten Mal auf der „anderen Seite“ des notebooksbilliger.de-Blogs, wow, mal was Neues 🙂 Als ich die Mail von Carsten mit der Einladung zum Test einer der drei ATI Radeon HD 6790 bekam war ich natürlich hellauf begeistert, man bekommt ja nicht jeden Tag die Möglichkeit eine Grafikkarte testen, bewerten und behalten zu dürfen.

Ich werde meinen Beitrag in zwei Teile gliedern.
In diesem ersten Teil werde ich auf den Einbau und die Installation der Grafikkarte eingehen, im zweiten Teil dann auf die Leistung in Benchmarks und Spielen.

Zunächst aber kurz etwas zur Testumgebung und dem Tester:

Ich bin 20 Jahre alt, studiere im zweiten Semester Wirtschaftsinformatik und bin seit meinem 13. Lebensjahr PC-Enthusiast und Gamer!

Mein Testsystem sieht folgendermaßen aus:

  • Mainboard: ASUS Maximus II Formula ROG Edition
  • Prozessor: Intel Core 2 Quad Q9650 auf ca. 3,3 GHz
  • Ram: 8GB DDR2-1066 OCZ Reaper HPC (4x 2GB)
  • HDD: Intel X25-M Solid State Drive 80GB, dazu noch diverse „klassische“ Platten.
  • Als System laufen Ubuntu 11.04 „Natty Narwhal“ und Windows 7 Ultimate x64 im Dualboot.

Das Ganze befindet sich ein einem Lian-Li A10 Midi-Tower und die HD6790 ersetzt nun eine Nvidia GeForce GTX465. Alle Tests werden natürlich unter Windows 7 durchgeführt.

Die Karte

Da es sich aber hier um einen „Usertest“ handelt werde ich nicht zu sehr auf die technischen Details wie Shader, Pixelfüllraten etc. eingehen, hier deshalb nur ein paar Details:

Die Grafikkarte vereint auf der GPU 800 Streamprozessoren die auf 800MHz getaktet sind.

Beim VRAM bedient sich die Karte einem 1024MB großen GGDR5 Speicher, der mit rasanten 4200MHz taktet und über eine Busbreite von 256Bit angeschlossen ist.
Anschlüsse hat die Karte mehr als ausreichend, denn am Slot befinden sich 2 DVI Ausgänge (1x DVI-D, 1x DVI-I) sowieso je ein DisplayPort und ein HDMI-1.4a Port. Letzterer sorgt dafür, dass auch 3D Spiele und Filme problemlos auf einem geeigneten Monitor/TV wiedergegeben werden können.
Die Karte unterstützt sowohl DirectX 11 und OpenGL 4.1 .

Gekühlt wird die Karte mit einem mittig platzierten Lüfter, der durch ein relativ kleines Gitter warme Abluft aus dem Gehäuse befördert! Mir fiel sofort die außergewöhnliche Form der Flügelspitzen auf,  die wohl für größere Laufruhe sorgen sollen.

Um die volle Leistung entfalten zu können befinden sich am hinteren Ende zwei 6-Pol PCIe Buchsen  die die Karte, laut Hersteller, unter Volllast mit 150Watt versorgen sollen.

Lieferumfang

Die Grafikkarte kommt in einem kompakten Karton, natürlich in antistatische Folie verpackt.
Neben der Karte lagen im Karton:
-2x Stromkabel 4Pin-Molex -> 6Pin PCIe mit 20cm Länge
-2x DVI -> VGA Adapter
-1x Treiber-CD, die aber überflüssig ist, da man sich immer gleich den aktuellsten Treiber von der Herstellerseite laden sollte
-1x „Sapphire“-Aufkleber für das PC Gehäuse

Der Einbau

Eines fällt sofort auf: Für HTPC’s oder Mini-Tower ist diese Grafikkarte definitiv nichts! Wie auch ihre „Geschwister“ und die Konkurrenz hat diese Karte Übergröße:  Rund 24cm ist die Karte lang und kann auf manchen Mainboards schon durchaus mal einen der SATA Ports o.ä. verstecken, die sich häufig in der Nähe befinden.

Besonders wichtig vor der Installation einer neuen Grafikkarte, insbesondere beim Wechsel der Marken, ist das ordnungsgemäße Entfernen der Treiber und deren „Reste“. Hier geht man am besten wie folgt vor:

1. Das kostenlose Tool „DriverCleaner“ herunterladen und installieren
2. Über die Systemsteuerung die alten Treiber deinstallieren und den Rechner rebooten
3. DriverCleaner ausführen und im Dropdown Menü den jeweiligen Treibertyp wählen und starten
4. PC herunterfahren

Im Falle meines Gehäuses muss erst einmal der 120mm Lüfter, der sich vor der Karte befindet abgeschraubt werden. Dieser Lüfter dient zur besseren Kühlung der PCI-Karten und transportiert warme Luft nach außen. Viel Platz gibt es um die Karte herum nicht, über dem PCI Slot beginnen bereits die RAM-Bänke, unterhalb befinden sich einige USB-Ports und die Soundkarte.
Größer dürfte die Karte also nichtmehr sein!

Nun sollte die alte Karte raus, was sich schon nicht so einfach bewerkstelligen lies. Durch die Überlänge, den riesen Kühlkörper und die Ausnutzung jedes Millimeters auf der Platine ist die Nase, die sich am Ende eines PCIe-Slots befindet und die Karten fixieren soll, nicht einfach zu erreichen. Dieses Problem hat aber nicht nur die alte, sondern auch die neue Karte!

Dann einfach die neue Karte vorsichtig mit etwas Druck einsetzen, die PCIe-Stromstecker anschließen, und alles wieder ordentlich zusammenbauen

Der erste Start

Nach dem Einbau der Karte kam der große Moment: Funktioniert alles, und wie laut ist die Karte?

Als erstes fiel auf, dass die Karte wirklich überhaupt nicht zu hören ist, was mir persönlich sehr gefällt. Bei einigen Grafikkarten werkelt der Lüfter vor dem vollständigen Laden der Treiber mit voller Leistung, das ist bei dieser Karte nicht der Fall.  Dass der Lüfter seine Arbeit verrichtet und nicht defekt ist hört/fühlt man nur, wenn man sein Ohr direkt vor den Luftauslass hält.
Prompt nach dem Einschalten kam auch schon das BIOS des Mainboards, eine Anzeige des GPU-BIOS entfällt im Gegensatz zu vielen Karten.
Nach dem Anmelden noch schnell Download des ATI-Treibers und Installation… HALT!!
Zwar erkannte der Setup die Karte, installierte jedoch nicht den Treiber sondern nur das CatalystControlCenter (bei ATI auch „ccc“ genannt), welches natürlich ohne die Treiber herzlich wenig bringt. Also nochmaliges Aufrufen des Setups, und diesmal klappte es dann auch mit der Installation. Hier muss man andere Hersteller loben, deren Setupprogramme deutlich besser gestaltet sind.

Nach einem Reboot wollte ich meine Displays konfigurieren, da nach der Installation das Bild weiterhin nur geklont auf den Monitoren erschien. Auch das lösen andere Treiber besser, die sofort ein DualView Bild zur Verfügung stellen.

Also machte ich mich mit dem ccc  vertraut und musste feststellen, dass es komplett Schrott ist!
Während das ControlPanel von Nvidia sehr übersichtlich gestaltet ist, und nebenbei auch noch in Deutsch erhältlich ist, ist das ccc weder intuitiv, geschweige denn übersichtlich und überdies in Englisch. Enthusiasten und PC-Erfahrene dürfte das weniger stören, für Einsteiger und weniger versierte Nutzer kann das Einrichten aber durchaus zur Odyssee werden! Zudem wird man bereits beim Start des Programms mit Werbung begrüßt, was wohl bei einer neuen Grafikkarte mehr als überflüssig ist!

Doch die Bedienung der Systemsoftware soll nur bedingt in das Urteil über die Grafikkarte eingehen, was primär zählt ist die Leistung, und diese werde ich nun gleich testen.

Die Resultate und mein Urteil werdet Ihr dann im nächsten Beitrag zu lesen bekommen.

Maxi H.

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3 Kommentare auf "Usertest der ATI Radeon HD 6790 – Der Einbau"

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Gast

Ich erfahre aus diesem Artikel, dass sich jemand freut, eine neue Grafikkarte in sein System einbauen zu können. Wenn das eine neue Form von Mitmachjournalismus sein soll, verzichte ich darauf lieber.

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Gast

Das CatalystControlCenter gibt es aber auch auf deutsch! Man muss danach nur etwas suchen…

http://sites.amd.com/us/game/d.....-32.aspx#2

„Description:
Package Includes:
Catalyst Control Center for English, French, German, Spanish, Italian, Polish, Portuguese, Greek, and Hungarian“

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[…] ich in meinem Beitrag schon auf den Einbau der Grafikkarte eingegangen bin, kommt hier nun der zweite Teil meines […]

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