Usertest der Sound Blaster X-Fi Surround 5.1 Pro – Torbens Meinung

Wir hatten vor ungefähr drei Wochen vier Tester für diese externe Soundkarte von Creative gesucht. Torben gehörte zu einem der auserwählten Tester und hier kommt nun hier seine Meinung zur Sound Blaster X-Fi Surround 5.1 Pro. Viel Spaß beim Lesen!

Lieferumfang:

In dem kleinen Paket ist neben der Soundkarte ein bisschen Zubehör verstaut. Es beschränkt sich allerdings auf das Nötigste. Hierzu zählen Eine Anleitung nebst Batterieverordnung, eine Treiber-CD, eine Fernbedienung, ein Micro-USB Kabel (Länge ca. 1,80m), sowie ein Adapter von Klinke(nbuchse) auf Cinch-Stecker. Zu Letzterem später mehr.

Ein optisches Kabel sucht man vergebens. Schade, wenn man das Gerät für die Verwendung mit einem AV-Receiver eingeplant hat.

Alles in Allem von mir 4/5 Punkte.

 Verarbeitung:

Das Gerät besteht außen fast ausschließlich aus Kunststoff. Dieses fühlt sich allerdings sehr wertig an. Die untere Hälfte ist matt, die obere in Hochglanz Schwarz gehalten. Der Drehknopf fühlt sich an, wie aus Metall, ist jedenfalls sehr sauber verarbeitet.

Einzig die Abdeckung des IR-Empfängers ist nicht 100% eingepasst (siehe Foto) und wackelt ein klein wenig, wenn man darauf drückt. Ist aber mehr als zu verschmerzen, weil es weder die Funktion, noch die Optik stört, wenn es im Rack o.Ä. steht. An der Unterseite befinden sich vier kleine Gummifüße, die zuverlässig Kratzer auf Hochglanzflächen vermeiden.

Von mir 5/5 Punkte.

 Anschlüsse:

Hier war ich anfangs verwirrt. Im Grunde hat die Soundkarte alle Ein- und Ausgänge parat, die man so braucht:

Einen Mikrofoneingang sowie ein Line-In. Einen Kopfhörerausgang, einen optischen Ausgang für die digitale Übertragung, sowie 6 analoge Kanäle (dazu gleich mehr). Ein digitaler Coax-Ausgang fehlt. Man bleibt für die digitale Übertragung  also auf den optischen Ausgang beschränkt.

Jetzt zu den analogen Ausgängen:

Diese sind aufgeteilt:  Vorne links und vorne rechts (Stereo-Kanäle) sind standardmäßig als Cinchausgänge gehalten. Die Rear-Kanäle sowie der Subwoofer/Center Ausgang sind als 3,5mm Klingenausgang eingebaut. Inzwischen habe ich eine Vermutung, warum die seltsame Konstellation gewählt wurde. Die Cinch-Ausgänge sind Standard und werden für nahezu alle Receiver verwendet.  Durch den mitgelieferten Klinken-Cinch-Adapter lässt sich der Ausgang auch in eine Stereo-Klinken-Buchse verwandeln. Soweit ich mich erinnern kann, haben die vollaktiven Creative Surroundsysteme immer Klinkeneingänge, was in DIESEM Falle die Verbindung von der Soundkarte zu der Anlage vereinfachen würde. Will man die Karte allerdings mit dem heimischen AV-Receiver benutzen, braucht man erstmal 2 Adapter von Klinke auf Cinch und dazu ein normales Cinchkabel für die Verbindung.

Durch das Wirrwarr und den fehlen Coax-Anschluss 4/5 Punkte.

 Installation:

Schon ohne Treiberinstallation kann man die Soundkarte als solche benutzen. Erkannt werden direkt nach dem Anstecken der analoge Ausgang, sowie die SPDIF-Schnitstelle.

Allerdings funktionieren dann Fernbedienung und der Lautstärkeknopf noch nicht.

Nach der etwas dauernden Treiberinstallation Funktioniert dann auch alles. Dolby Digital und DTS werden anstandslos an der Receiver weitergegeben, die Fernbedienung funktioniert (nicht bei digitaler Verbindung!), Pause/nächster Song/vorheriger Song funktionieren bedingt. Hängt von der Anwendung ab. Hauptsache Foobar funktioniert 🙂 .

Unter Vorbehalt  5/5 Punkte (siehe nachfolgenden Punkt).

 Klang:

Ich muss sagen, ich habe mich etwas schwer getan. Um den Test möglichst objektiv zu gestalten, habe ich die Karte gleichzeitig digital sowie analog mit meinem Receiver verbunden, um während der Wiedergabe immer hin und herschalten zu können.

Gehört hab ich ausschließlich lossless Material.

Nach den ersten Tönen habe ich den Test gleich abgebrochen, weil ich recht lautes Knacken aus den Lautsprechern hörte. Ähnlich wie bei der Wiedergabe einer verstaubten Schallplatte. Ich bin der Meinung, vor der Treiberinstallation war das noch nicht.

Um die restlichen Komponenten auszuschließen habe ich eine Behringer USB Soundkarte an denselben USB Port und dieselben Cinchkabel angeschlossen. Das Knacksen war weg.

Nun spielt die Karte an einem anderen USB Port, aber die Fehler treten immer noch ab und zu auf. Bei digitaler sowie analoger Verbindung. Es liegt also definitiv an der Soundkarte bzw. deren Treiber.

Das Problem ist auch reproduzierbar, wenn ich mit der Karte wieder an den ursprünglichen USB-Port wechsle. Das Knacksen ist dann wieder verstärkt da.

Abgesehen von dem Problem liefert die Soundkarte einen durchaus guten Klang. Beim Umschalten zwischen digital/analog bin ich schließlich bei der digitalen Verbindung hängengeblieben, die meiner Ansicht nach etwas „freier“ und „runder“ klingt. Bei der Cinchverbindung hatte ich das Gefühl, dass die Musik durch einen leichten Vorhang spielt, also leicht gedämpft. Die Tiefen sowie Höhen sind aber dennoch angenehm zu hören und mit den durchschnittlichen PC-Surroundanlagen hört man vermutlich auch keinen Unterschied.

Sofern ich das Knacksen noch wegbekomme gibt’s von mir 4,5/5 Punkten.

NACHTRAG: Nach der vollständigen Deinstallation der Treiber ist das Knacksen weg. Dafür funktioniert DD/DTS nicht mehr.

Fazit:

Man bekommt für sein nicht korrekt (siehe Unterpunkt Klang).  Ein digitales Signal (Dolby Digital/DTS) durchzuschleifen funktioniert einwandfrei. Als Ersatz zur internen Soundkarte, besonders bei Notebooks (wo sie bei mir eingesetzt wird) ist sie zu empfehlen. Durch die mitgelieferte Fernbedienung  kann der PC/Laptop auch gut als CD-Player Ersatz genutzt werden, da sie alle wichtigen Funktionen an Board hat. Neben den inneren Qualitäten sieht die Karte auch noch sehr schick aus und fühlt sich wertig an. Einzig die blaue LED ist mir zu Hell, wenn ich zB. Einen Film schauen möchte. Eine (softwareseitige) Funktion zum Dimmen oder Abschalten hätte ich begrüßt.

Vor mir gibt’s damit 4,5 von 5 Punkten und ein empfehlenswert und einen herzlichen Dank an NBB für die Möglich, diese Karte zu testen.

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Über Cihan Boz

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5 Kommentare auf "Usertest der Sound Blaster X-Fi Surround 5.1 Pro – Torbens Meinung"

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Interessanter Test, flüssig geschrieben – gut gemacht, Torben!

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Gast

Moin,
ich hab auch eine X-Fi (allerdings ne Karte) und ich kann sehr die modifizierten Treiber von PAX empfehlen. Die gibt es auch für die USB Variante. Probier die doch einfach mal aus, vielleicht ist das knacksen dann ja weg. http://www.hardwareheaven.com/pax-drivers/

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Gast

moin, ich habe die gleiche soundkarte (oem treiber). ich betreibe damit ein paar audioengine a2 (anschluss right/left) und nubert 481 an einem av receiver über toslink angeschlossen, also ebenfalls analog und digital. für den preis ok und klanglich für mich völlig ausreichend.
nun zu dem knacken: das problem hatte ich ebenfalls und konnte es beheben indem ich in der „audio systemsteuerung“ der x-fi unter „geräte-informationen“ die usb verbindung auf „hochgeschwindigkeit“ gestellt habe (standart war volle geschwindigkeit). nun vllt half es auch nur, weil mein x-fi an der dockingstation meines notebooks angeschlossen ist. formate werden soweit alle unterstützt, wie ich das sehe.
cheers

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Gast
Bei mir läuft die Soundkarte erste Sahne auf meinem Lap Top mit Win 7 Premium 64 ! Wollte mir erst ein Audiointerface zulegen aber da ich keine Preams brauche und nur die 24/96 habe ich gedacht das es einen Versuch wert ist und hab noch 150,-Euro gespart ! Asio4all mit einem Sequenzerprogramm und schon ist alles in Butter . Geld hab ich auch noch gespart und dafür gibts noch einen Midi Controller . Was die Latenz angeht reicht alle mal , vor allem was die Audiointerface für 200,-Euro zu bieten haben . Mal ganz ehrlich ist alles oder besser gesagt… Read more »
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