SONY LED TV KDL-42W655 im Usertest

Sören hatte unsere Verlosung gewonnen und hier ist nun sein Testbericht zum SONY KDL-42W655

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Einrichtung

Die Einrichtung gestaltet sich als sehr simpel. Verwundert war ich allerdings, als der Fernseher nach abgeschlossener Satellitensuche nach Kabel- und Antennenempfang fragte. Scheinbar lassen sich die Tuner parallel zueinander betreiben. Insgesamt benötigt der Einrichtungsassistent 15-20 Minuten und richtet neben der gewünschten TV-Quelle auch die Netzwerkverbindung über LAN oder WLAN ein.

Design

Der optische Eindruck überzeugt. Mir gefällt der schlanke Rahmen und die sehr flache Bauweise. Auch finde ich den Standfuß gelungen und die Möglichkeit der Wandbefestigung halte ich für eine gute Idee. Hier muss im Vorfeld beachtet werden, dass eine schwenk- oder neigbare Wandhalterung nicht ohne Weiteres verwendet werden kann. Eine Wandhalterung für das recht große Netzteil ist auch im Lieferumfang enthalten.  Unterhalb des Sony-Logos signalisiert eine LED, ob eine Sendung aufgenommen wird, ein Timer zum Senderwechsel gestellt ist oder der Fernseher einfach auf ein Signal der Fernbedienung reagiert. Mir gefällt es, die Funktion kann nach Wunsch aber auch deaktiviert werden.

Bild

Das Bild gefällt mir ausgesprochen gut! Gerade HD-Sender über Satellit machen richtig Spaß. In diversen Foren finden sich unterschiedliche Einstellungstipps für den Fernseher. Ich bin schon vom Auslieferungszustand begeistert und habe nur minimale Korrekturen vorgenommen. Egal ob Fußball oder Blockbuster: eine entsprechend hochauflösende Quelle vorausgesetzt, gibt es aus meiner Sicht an der Bildqualität nichts zu bemängeln. Auch SD-Quellen kommen anständig rüber, hier sollte der Sitzabstand aber nicht zu klein sein. Passend zum Bildmaterial lassen sich unterschiedliche Bildmodi (Szenen) einstellen.

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Ton

Der Ton ist vergleichsweise dünn, eben der schlanken Silhouette entsprechend. Bei der Ersteinrichtung wird die Aufstellart (Wand- oder Fußmontage) abgefragt, um die integrierten Lautsprecher darauf abzustimmen. Es fällt auf, dass nicht etwa die Tiefen fehlen, wie die Bauweise vermuten lässt, diese werden vergleichsweise gut simuliert, mir persönlich fehlt es eher bei den Mitten an Präsenz. Für Nachrichten oder die allabendlichen Serien ist der Ton aus meiner Sicht ausreichend, beim Blockbuster von der Blu-Ray darf es dann gerne etwas mehr sein. Hier sollte sich aber jeder AV-Receiver dank optischem Digitalausgang und HDMI mit ARC austoben können.

Bedienung

Der Fernseher reagiert auf die Kommandos der beigelegten Fernbedienung in der Regel schnell und ohne zögern. Die Umschaltzeiten sind mit gefühlten zwei bis drei Sekunden ausreichend kurz. Sinnvoll finde ich die Funktion „schnelles Zappen“, bei der mit dem Programmwechsel eine Senderliste mit Programmführer (soweit geladen) eingeblendet wird. Schade finde ich, dass der Guide erst nach Auswahl der entsprechenden Sendergruppe geladen wird. So ist der Guide beim Start des Fernsehers leer.

Nach dem Einschalten dauert es noch einmal einige Sekunden, bis alle Menüs und Auswahllisten flüssig auf die Befehle der Fernbedienung reagieren. Apropos Fernbedienung: Diese erscheint mir vergleichsweise leicht und einfach verarbeitet, die Kannte, an der die einzelnen Formteile zusammengesetzt werden, hätte etwas besser nachbearbeitet werden können. Dennoch verrichtet sie problemlos und absolut zuverlässig ihren Dienst und bedient bei Bedarf dank HDMI-CEC auch gerne die angeschlossenen Komponenten – bei mir die PS3 und ein RaspBMC. Dies funktioniert weitestgehend problemlos, hin- und wieder greife ich jedoch automatisch zu der passenden Gerätefernbedienung oder App. Apropos App: Die passende Sony-App TVSideView habe ich auf meinem iPad 2 und iPhone 5 installiert, werde sie aber nicht verwenden. Sie erscheint mir recht unausgereift, was sich durch Abstürze und Verzögerungen in der Bedienung äußert.

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Konnektivität

An den HDMI-Eingängen sind die PS3 und der Raspberry Pi angeschlossen. Testweise wurden Mac Mini und ein Windows Ultrabook angeschlossen, Überraschungen gab es hierbei nicht. Genutzt wird außerdem der LAN-Port, der Antennenanschluss vom Satellitentuner und natürlich das Stromkabel. Im USB-Port steckt ein USB-Stick zum Aufzeichnen von TV-Sendungen. Der Ton wird über ein optisches Digitalkabel an den AV-Receiver weitergereicht. Da sich die Anschlüsse links, rechts und an der Unterseite des Gerätes befinden, muss man hinter dem Fernseher die eine oder andere Kabelschleife legen, um die Kabel unterhalb des Gerätes herausführen zu können. Eine zweite Person ist gerade bei der Wandmontage zum Anschließen der Kabel hilfreich.

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Netzwerk- und Onlinedienste

Ich nutze mit dem Fernseher das Streamingangebot von Lovefilm. Zur Ersteinrichtung muss der Fernseher zunächst bei Sony registriert werden, dann erfolgt die Eingabe der LogIn-Daten. Dies gelingt gut über die eingeblendete Bildschirmtastatur und das Steuerkreuz, wenngleich es doch bei längeren Passwörtern und Emailadressen nervenaufreibend sein kann. Insgesamt funktioniert die Lovefilm-Integration gut, obwohl die Oberfläche etwas träge reagiert. Die Facebook-Integration habe ich angetestet, habe mir aber insgesamt mehr davon versprochen. Hier bleibt es beim Teilen der gesehenen Sendungen. Gleiches ist auch via Twitter möglich. Darüber hinaus verbindet sich der Fernseher auf Wunsch mit einem im Netzwerk sichtbaren DLNA-Server. Die Verbindung mit meinem Windows Server 2012 Essentials klappt gut. Einzelne Videodateien und Bilder werden problemlos angezeigt, bei DVD-Strukturen mit VIDEO_TS-Ordnern und .vob-Dateien wirds allerdings schwieriger. Dies kann der Raspberry Pi besser, und da er eh als Airplay-Empfänger ständig läuft, übernimmt er auch diesen Dienst. Toll sind hingegen die HbbTV-Funktionen mit der Integration von Mediatheken und weiteren Inhalten, sowie die Youtube-App. Diese läuft wirklich gut!

Fazit

Insgesamt ein wirklich toller Fernseher, wenn man auf 3D verzichten kann und will. Ich vermisse 3D nicht, und da das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung.

Vielen Dank an notebooksbilliger.de und Sony für die Bereitstellung des Fernsehers!

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1 Kommentar auf "SONY LED TV KDL-42W655 im Usertest"

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Gast

Ich habe selten eine hässlichere Multimediawand gesehen. Die nicht einmal zusammengeführten Kabel würden uns den ganzen Movieabend vermiesen.

Wenn schon kein Kabelkanal hinter den Putt angebracht wird, was wirklich kaum Arbeit macht, dann hätte es doch wenigstens ein abgesetzter Wandrahmen sein können, oder? Dafür gibt es viele Anleitungen im Netz, kostet kaum etwas und bringt die Glotze viel besser zur Geltung.

Und mal ehrlich, sieht die kleine Fernsehkiste nicht etwas verloren neben den direkt daneben stehenden Säulen aus?

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