Viel Kapazität, aber auch schnell? Die Crucial MX200 SSD im Kurztest.

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SSDs hatten wir uns ja bereits ein paar Mal angesehen, doch meistens nur in Verbindung mit einem Notebook. Dort ergeben sie durch die Energieeinsparungen und geringeres Gewicht auch am meisten Sinn, aber natürlich wollen auch gerade Gamer von SSDs profitieren. Die brauchen bekanntlich etwas mehr Platz – die Spiele werden ja immer größer – sodass ich mir eine Crucial MX200 SATA SSD mit 1TB Speicher geschnappt und in mein Desktop-Testsystem verbaut habe.

Fangen wir mal mit den Rahmenbedingungen an: Eingebaut ist die SSD in einem Testsystem basierend auf einem Gigabyte X99-UD7 WiFi Mainboard, Intel Core i7 5820k, 16GB Crucial Ballistix Elite DDR4 RAM und einer Gigabyte G1 Gaming GeForce GTX970. Versorgt wird unser Testsystem von einem FSP 850W Netzteil.

Die Crucial MX200 SSD, mit 1TB Speicherplatz, dient hierbei als Systemlaufwerk und alle Spiele, Programme und das Betriebssystem wurden hier installiert. Da unser Testsystem noch neu war, musste zunächst Windows 10 installiert werden. Als die benötigten Daten erstmal vom USB-Stick auf die SSD umgelagert waren, ging alles ganz schnell: Die Installation dauerte keine 10 Minuten.

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Nebenbei mal den Lieferumfang gecheckt: Neben der SSD lag noch eine Lizenz für Acronis True Image HD und ein s.g. Spacer von 7 auf 9,5mm im Karton, das war’s. Viel mehr muss es aber auch nicht sein. Der Spacer dient dazu, die SSD auch in Notebooks einbauen zu können, die eine 9,5mm Bauhöhe benötigen.

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Die Performance steht natürlich im Vordergrund, daher geht’s direkt los mit den ersten Tests.

Die Ergebnisse entsprechen dem, was ich erwartet habe: Rund 500MB Lesend und Schreibend. Der Flaschenhals, der noch höhere Datenraten verhindert, dürfte hier schon die SATA-Schnittstelle sein, die bei aktuellen SSDs an ihre Grenze stößt – trotz Verwendung der SATA-Express-Schnittstelle. Letztlich sind die blanken Read/Write Werte aber nicht mehr allzu entscheidend – hier liegen die meisten Modelle eh schon gleichauf.

Crucial MX200 1TB

Crucial MX200 1TB

In der Regel unterscheiden sich die SSDs der Hersteller nur noch in den Zugriffszeiten oder auch im Bereich der 4k-Random-Read/Write. Hier liegt die Crucial MX200 im guten Mittelfeld – schneller sind letztlich nur die Modelle von Marktführer Samsung. Wobei der Vergleich in diesem Fall aber auch ein wenig hinkt: Die Samsung SSD im direkten Vergleich hat mit der doppelten Kapazität von 2TB einen klaren vorteil – denn mehr Speicherchips bedeuten auch mehr parallele Schreib- und Lesevorgänge.

In der Praxis machen sich diese Unterschiede kaum bemerkbar. Das System läuft insgesamt einfach perfekt flüssig, egal mit welchen Aufgaben man es strapaziert. Das Kopieren großer und auch kleiner Dateien läuft angenehm schnell, lediglich bei sehr vielen kleinen Daten kann es zu deutlich spürbaren Einbrüchen kommen – das haben aber alle SSDs gemein.

SSDVergleich

Die Ladezeiten auch von aufwändigen Spielen oder Anwendungen sind sehr kurz. Ein Neustart des Systems dauert so nur knapp 40 Sekunden, während z.B. Crysis 3 binnen 50 Sekunden startet und ein Savegame geladen hat.

Crucial MX200 Copy

File Copy mit vielen kleinen und großen Dateien

Fazit

Alles in Allem sortiert sich die Crucial MX200 SSD im guten Mittelfeld ein. Es gibt, auch im SATA-SSD-Bereich, noch etwas performantere SSDs, allerdings sind die Unterschiede hier insgesamt minimal und bei der alltäglichen Nutzung ist am Ende kein Unterschied bemerkbar.

In den wichtigsten Disziplinen, also dem „Real-World-Copy“, der Zugriffszeiten und den IOPS schneidet sie verglichen mit der Konkurrenz sehr gut ab.

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