Akkus richtig laden in Smartphones und Notebooks: Tipps, die wirklich etwas bringen

Akku RestanzeigeSie stecken in Smartphones, Tablets und Notebooks: Lithium-Ionen-Polymer-Akkus. Sie sind Verschleißteile, ihre Lebensdauer begrenzt. Doch mit ein wenig Pflege, gutem Umgang und sparsamen Energieverbrauch lässt sich ihre Lebensdauer deutlich verlängern. Wir haben die wichtigsten Tipps zusammengestellt, die die Lebenszeit der kostbaren Energiespeicher teilweise deutlich verlängern können.

Einige Vorurteile zur Akkupflege behaupten sich standhaft: So ist der Memory-Effekt bei den Lithium-Ionen-Polymer-Akkus längst Geschichte. Auch sollte man nicht den Akku komplett aufladen, wenn man das Gerät länger lagert. Als idealer Ladezustand gilt ein Wert zwischen 40 und 70 Prozent. Tiefentladung sollte man vermeiden, also nicht den Akku bis zum letzten Stromkrümel betreiben. Wenn man das Gerät neu bekommt, sollte man den Akku „trainieren“ und einige Male komplett aufladen und entladen – wenn sich der Rechner ausschaltet, ab an die Steckdose. Erst nach drei bis fünf solcher Ladezyklen steht einem die volle Akkukapazität zur Verfügung.

Ein Problemfall für den Akku sind Notebooks, die ständig am Netz hängen. Hier sollte man rund einmal im Monat mit Akkustrom arbeiten. Ob man einen ganzen Ladezyklus verbraten sollte oder nicht, darüber streiten sich die Gelehrten.

Lithium-Ionen-Akkus mögen keine extremen Temperaturen, Frost und große Hitze schaden dem Akku. Es ist daher keine gute Idee, das Smartphone in der Sommerhitze im Auto zu lassen. Direkte Sonneneinstrahlung sollte man ebenfalls vermeiden. Heiß werden Smartphones auch dann, wenn man sie auflädt. Also: Raus aus der Hülle. Als ideale Umgebungstemperatur gelten Temperaturen zwischen 16 und 20 Grad.

Ein Tipp, um die Lebensdauer des Akkus zu verlängern, ist schlicht: Energie sparen. Nach einer bestimmten Anzahl von Ladezyklen nimmt die Kapazität des Akkus ab. Es spielt übrigens bei der Berechnung des Ladezyklus keine Rolle, ob man viele kleine Auf- und Entladungen macht oder den Akku praktisch komplett leert und wieder auflädt. Ein paar Energiespartipps: WLAN, NFC und Bluetooth nur einschalten, wenn es benötigt wird. Das gilt noch mehr für GPS, das den Akku extrem belastet. Falls du nicht im Internet surfst, kannst du von UMTS oder LTE auf GSM „downgraden“ (sofern das Smartphone dir die Wahl lässt). Falls du auf den Vibrationsalarm verzichten kannst: verzichte, denn auch er verbraucht eventuell unnötigerweise Energie.

Noch ein Tipp: Alte Akkus gehören nicht in die Mülltonne, sondern recycelt. Dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten, manche Hersteller nehmen beispielsweise den Akku zurück. Eine Alternative, wie man Elektroschrott kostenlos per Post verschicken kann, haben wir kürzlich erklärt.

Wie pflegst du deinen Akku und hast du vielleicht noch weitere Tipps auf Lager, die uns und anderen helfen könnten?

Bild: © VRD – Fotolia.com

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Über Marcel Magis

Ich bin Journalist und Schriftsteller. Unter anderem arbeitete ich für macnews.de, c't, Telepolis und notebookjournal.de. Ich liebe Nudeln und schreibe in meiner freien Zeit unverdrossen an einem großen Roman weiter, der wöchentlich im Netz erscheint. Du findest mich auf Facebook, XING und meinem Blog.
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8 Antworten auf Akkus richtig laden in Smartphones und Notebooks: Tipps, die wirklich etwas bringen

  1. Die Akku-lebenszeit der Geräte ist wirklich ein Witz! Anfangs konnte ich mit meinem Vostro v131 8 Stunden (SSD etc zwecks Energiesparen) aushalten – im Spielbetrieb 4-5 Stunden.
    Jetzt sind es im Energiesparmodus noch 2-3 Stunden laut Anzeige – meist etwas weniger. Und das, ohne, dass am Laptop wirklich gearbeitet wird.
    Ersatzakku: 140€ bei Dell.
    Aus China für nicht mal die Hälfte bestellbar.
    Dazu kommt, dass die in die Schaniere integrierten Gewinde aus Plastik sind – und mittlerweile gebrochen sind. Materialkosten keine 5€, bei Dell kosten die Dinger pro Stück >50€, im Pack 86€!
    Außerdem hat die Tastatur scheinbar auch nur eine beschränkte Lebensdauer – da ist auch schon die erste Taste lose. 35€.
    Das heißt, dass ich für die Ersatzteile einen Betrag bezahlen müsste, der den Derzeitwert des Notebooks überschreitet. „Wegwerfgesellschft“!

  2. avatar isabelle sagt:

    Noch so ein Schwachsinns Artikel den keiner lesen will. Und dann ist er auch noch 1:1 von der chip kopiert, Schande über Euch 🙁

  3. avatar Marcel Magis sagt:

    Hallo Isabelle, warum ist er Schwachsinn – war dann der Artikel auf Chip (welcher immer das auch war) auch Schwachsinn?

    Ich hatte etliche Quellen, dazu kommen eigene Erfahrungen und Befragungen der Kollegen, wie sie es mit der Akkupflege halten. Es gibt da einfach eine Menge Mythen und Vorurteile sowie Meinungen. Dass die Ergebnisse sich irgendwie ähneln können, liegt in der Natur der Sache.

    Anstatt irgendwelche Vorwürfe in den Raum zu werfen, wäre es schön, wenn du Mängel am Blogeintrag konkret benennen könntest. Mir ist schon ein Akku am Macbook über die Wupper gegangen, der sich extrem aufgebläht hatte. Ich denke, dass das Thema wichtig ist und gegenseitiger Erfahrungsaustausch eine Chance ist, da mehr zu verstehen. Zumal ja Akkus immer mehr fest verbaut werden und dann nicht die Chance besteht, ihn einfach zu wechseln oder für wenig Geld einen Ersatz zu schaffen. Siehe auch den feinen Kommentar von Jonas.

  4. avatar DragonGamer sagt:

    Hmm.. einw eiterer Mythos lautet ja dass man besser ständig laden und entladen sollte statt mit Netzteil bei Volladung zu halten. Kannst du beurteilen ob dieser Mythos stimmt?

    Doof dass die heutigen COnsumergeräte nicht mehr dieses 80% feature haben. Einige Businessnotebooks lassen sich so einstellen dass sie den Akku nur bis auf 80% laden um ihn damit zu schonen….

  5. avatar Marcel Magis sagt:

    Hallo DragonGamer,

    ich vermute, das stimmt. Bei meinem Macbook hatte ich genau das nie getan, nämlich zeitweise laden und entladen. Der Akku blähte sich auf und drückte irgendwann gegen das Tastaturbett. Apple gibt an, dass man Notebooks, die am Netz hängen, einmal im Monat entladen und wieder laden soll. Das Problem bei der Akkugeschichte: Die Technik entwickelt sich weiter und meine Erfahrungen von vor drei Jahren bei aktuellen Geräten nicht mehr zutreffen. Aber es ist unmöglich, die Sache in einem überschaubaren Zeitraum zu testen und für Besitzer älterer Notebooks auch irrelevant. Deshalb würde ich empfehlen, das so zu handhaben und Notebooks, die quasi als Desktop genutzt werden, ab und zu vom Netz zu nehmen.

  6. avatar purbaneck sagt:

    Guter Artikel, herzlichen Dank! Das mit dem „Trainieren“ war mir noch nicht bekannt. Ich frage mich nur, ob das fehlende Training bei meinem MacBook zu einer kürzeren Akkulaufzeit geführt hat. Ich habe an die Mär geglaubt, man dürfe die Akkus bestenfalls gar nicht entladen und soll den Batteriestrom wenn überhaupt nur so kurz wie möglich ziehen; Netzstrom geht vor Akkustrom und so weiter… Ich habe sogar kürzlich wegen der geringen Akkulaufzeit auf eine SSD umgerüstet und nun hält sie etwas länger, obwohl die Festplatte ewig braucht, um „runerzufahren“, wenn man das MBP zuklappt (die LED leuchtet locker noch 30-40 Sekunden, bevor sie anfängt sich zu dimmen). Naja, beim nächsten Mal bin ich klüger 🙂

    Ein Hinweis noch: Hersteller nehmen nicht nur manchmal die Akkus zurück, sondern müssen das sogar (§ 5 Abs. 1 BattG). Das geschieht für den Endverbaucher über die Vertreiber der Batterien. Nach § 9 Abs. 1 BattG müssen diese – z.B. Ladengeschäfte wie Saturn etc., aber auch Versandhändler – die Batterien kostenlos zurücknehmen, wenn sie gleichartige Batterien selbst vertreiben. Rechtlich kommt es nicht mal darauf an, ob ich die Batterie oder das Gerät, in dem sie verbaut ist (soweit man sie nicht selbst ohne großen Aufwand entfernen kann) in dem Geschäft gekauft habe, in dem ich sie zurück gebe. Ich musste mich mal 10 Minuten lang mit einem Drogerie-Filialleiter streiten und ihn auf die Rechtslage hinweisen, weil er sich geweigert hat, meine kaputte elektrische Zahnbürste zurück zu nehmen, die ich in einer anderen Filiale derselben Kette gekauft habe… 😉

    Viele Grüße
    Patric

  7. avatar Larry sagt:

    Und dat is jenau det Grund wieso icke fest jebaute Akkus verabscheue.

  8. avatar Nik sagt:

    Widerspruch im Artikel:

    1.) „So ist der Memory-Effekt bei den Lithium-Ionen-Polymer-Akkus längst Geschichte.“ Richtig! Waehrend man NiCd/NiMh Akkus in ganzen Zyklen laden sollte um den Memory Effekt zu vermeiden ist das bei Li* Akkus egal – also kurzes An-/Abstecken ist kein Problem. So hab ich das oft gelernt.

    ABER:

    2.) „Es spielt übrigens bei der Berechnung des Ladezyklus keine Rolle, ob man viele kleine Auf- und Entladungen macht oder den Akku praktisch komplett leert und wieder auflädt.“. Dieser Satz suggeriert man sollte lieber doch in ganzen Zyklen laden.

    Also wie nun?! Ganze Zyklen oder nicht?

    Und weiters: Ein kurzer Wackelkontakt am Ladekabel soll ein ganzer Ladezyklus sein? Ist die Information hier wirklich richtig?

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