Vormaliger Android-Chef Andy Rubin verlässt Google

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Eventuell war es sowieso nur eine Frage der Zeit: Nach seinem Rücktritt als Leiter der Android-Entwicklung Anfang 2013 kehrt Andy Rubin jetzt Google ganz den Rücken. Wie das Wall Street Journal berichtet, wolle sich der Android-Urvater neuen Herausforderungen zuwenden und unter anderem auf Robotik spezialisierte Startups unterstützen.

Mit Andy Rubin verlässt nicht irgendein Entwickler Google, sondern der Mann, der mitverantwortlich war für die Entstehung und den rasanten Aufstieg der heute so erfolgreichen Mobil-Plattform Android. Rubin, der in seiner Laufbahn unter anderem auch für Apple arbeitete, hatte das kleine Startup Android zu Beginn der 2000er Jahre mit aufgebaut und war maßgeblich an der Entwicklung des gleichnamigen Betriebssystems beteiligt. 2005 übernahm Google das Android-Projekt für den aus heutiger Sicht Schnäppchenpreis von 50 Millionen US-Dollar, Rubin wurde aber als Leiter der Android-Abteilung angestellt. In dieser Position blieb er bis zum März 2013 und half dabei, Android zu dem zu machen, was heute Millionen Menschen auf ihrem Smartphone nutzen.

Warum Rubin vor mehr als eineinhalb Jahren als Android-Chef abtrat, ist bis heute nicht eindeutig geklärt, möglicherweise sehnte er sich aber tatsächlich einfach nur nach Neuem. Nach seinem Rücktritt übernahm jedenfalls Sundar Pichai als neuer Android-Chef und Rubin wechselte in leitender Funktion zu Googles Robotik-Abeilung.

Seit dieser Zeit ist es sehr ruhig um Rubin gewesen, bis eben zur heutigen Nachricht seines endgültigen Abschieds von Google. Auffällig ist, dass es abermals keine Hintergrundinformationen dazu gibt, weshalb er sich zu diesem Schritt entschieden hat. Das könnte bedeuten, es existieren vertragliche Absprachen, die beide Seiten zum Stillschweigen verpflichten. Genau so gut ist es aber möglich, dass für Rubin auch diesmal eine neue Herausforderung die treibende Kraft hinter der Entscheidung war. Nachfolger von Rubin als Chef der Robitik-Sparte wird James Kuffner.

Bild: New York Times
Quelle: Wall Street Journal
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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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