Welches Notebook für Minecraft? Eine Übersicht der Systemanforderungen

      Welches Notebook für Minecraft? Eine Übersicht der Systemanforderungen

      Oft erreicht uns die Frage, ob man mit Gerät XY Minecraft spielen kann, oder wie gut es laufen würde. Gar nicht so ungewöhnlich, denn die Systemanforderungen bzw. Voraussetzungen für Minecraft sind alles andere als übersichtlich. Daher möchte ich euch hier ein paar Tipps und Empfehlungen zusammenfassen, was für ein Gerät Ihr braucht, um flüssig Minecraft spielen zu können – natürlich ist für jedes Budget, auch für das kommende Raytracing in Minecraft, etwas dabei.

      Als Grundlage nutze ich hierzu die Version 1.12.2 von Minecraft unter Microsoft Windows 10 64 Bit. Je nach Gerät, Software-Version oder Mod bzw. Texture-Pack können die Ergebnisse daher abweichen.

      Zuletzt aktualisiert: Januar 2020

      Wer keine allzu hohen Ansprüche an die Darstellungsqualität hat oder nicht unbedingt kurze Ladezeiten braucht, kann bereits für sehr wenig Geld fündig werden. Ein wenig Optimierung mittels der Mod „optifine“ ist zwar nötig, aber das sollte jeder hinbekommen. Entscheidend ist für Minecraft letztlich primär der Prozessor. Hier sollte am besten ein Quad-Core-Prozessor vorhanden sein, damit es flüssig läuft. Eigentlich unterstützt Minecraft zwar nur einen einzelnen Prozessorkern, durch die oben genannte Modifikation Optifine werden aber alle vier Prozessorkerne genutzt, was zu deutlich höherer Performance führt.

      Einsteigergeräte unter 400 Euro

      Ein empfehlenswerter Prozessor im sehr niedrigen Segment ist beispielsweise der Pentium N4417U. Auch der Ryzen 3200U ist zu empfehlen und kommt gleich mit einer weitaus stärkeren integrierten Grafikeinheit (Vega 3) daher. Beide Prozessoren gibt es bereits im Preissegment um die 300 Euro. Auch beim N4417U reicht die integrierte Grafikkarte bereits für Minecraft aus. Wer etwas mehr investieren möchte, kann auch zu einem Intel Core i3 Prozessor greifen.

      Los geht es für AMD aktuell schon mit dem Lenovo V155-15API. Hier fehlt allerdings noch das Betriebssystem.

      Wer nicht basteln möchte, kann direkt zu einem weiteren Modell von Lenovo greifen: dem Lenovo V130-15IKB.

      Für unter 400 Euro* bekommt ihr derzeit bereits einen Intel Core i5-Prozessor im HP 250 G7. Der ist den oben genannten deutlich überlegen. Mit der UHD 620 bietet er eine Grafiklösung, die den Vega 3 Chip des AMD-Prozessors um etwa 20% schlägt. Ein Full-HD Display und 8GB RAM bringt er ebenfalls mit, was für ein zukunftssicheres Surfen das Mindestmaß sein sollte.

      Unterm Strich läuft läuft Minecraft in diesem Rahmen zumindest in HD-Auflösung (1366×768 Pixel) und niedrigen Grafik-Einstellungen flüssig. Ausnahme ist der HP 250 G7. Der spielt leistungstechnisch eigentlich schon eine Liga höher. Dafür müsst ihr Windows noch hinzufügen.

      Windows 10 auf Notebooksbilliger.de

      Mittelklasse ab 450 Euro

      Mit einem etwas höheren Budget lässt sich Minecraft bereits ohne Einschränkungen bei den Grafikeinstellungen flüssig spielen. Auflösungen bis Full-HD (1920 x 1080 Pixel) sind kein Problem. Ab einem Core-i5-Prozessor samt integrierter Intel HD Grafik geht es los, derzeit gibt es entsprechende Notebooks bereits ab unter 450 Euro. Auch hier sollte man allerdings nicht auf die oben genannte Optimierung verzichten.

      Ein alter Bekannter kommt hier für etwa 500 Euro* und bereits mit Betriebssystem sowie schnellerem SSD-Speicher daher: HP 250 G7 6HM85ES.

      Nochmal eine ganze Ecke stärker und mit dedizierter Grafikkarte ist der HP 15-da2133ng. Hier bekommt ihr eine CPU der neuesten Generation und eine MX 110 von Nvidia. Damit seid ihr für Minecraft gut gerüstet.

      Noch schneller geht es natürlich immer, beispielsweise mit dem Asus M570DD-E4003T, der eine dedizierte Grafikkarte von NVIDIA mitbringt. Mit der GTX 1050 steht auch leistungsfressenden Modifikationen nichts mehr im Weg. Windows 10 ist auch gleich mit dabei. Derzeit bekommt ihr den Asus M570DD für etwa 680 Euro*.

      Heutzutage nicht mehr fehlen sollte eine SSD. Mit SSD ausgestattete Geräte bedienen sich einfach flotter, flüssiger, angenehmer. Wer selbst basteln kann oder möchte, kann aber auch in jedem zuvor genannten Gerät die HDD mit einer SSD tauschen. Für die Fans von fertigen Systemen empfiehlt sich das Acer Aspire 5 (A514-52-58NK). Hier bekommt ihr die verbauten Komponenten auch in einem sehr portablen Formfaktor von 14 Zoll. Für mich persönlich der Sweetspot zwischen Mobilität und angenehmem Arbeiten/Zocken.

      High-End ab 700 Euro

      Bleiben nun nur noch diejenigen unter euch, die in Minecraft Shader, HD-Texturen oder Modpacks nutzen möchten. Hier wird dann auch die Grafikkarte wichtig. Ein Intel Core i7 oder Ryzen 7 samt potenter Grafikkarte wie der nVidia GeForce GTX 1650 sind mindestens Pflicht.

      Passende Geräte gibt es hier bereits recht günstig, wie beispielsweise das Asus TUF Gaming FX505DT-BQ331, das sogar bereits eine GeForce GTX 1650 mitbringt. Limitierender Faktor ist hier die relativ kleine Arbeitsspeicher, den ihr aber problemlos erweitern könnt. Für 750 Euro* gehört es euch. Allerdings müsst ihr hier erneut Windows dazukaufen.

      Keine Kompromisse geht man mit dem HP Omen 15 ein. Im Test hat es sich sehr gut geschlagen und ist damit auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

      Absolute High-End-Fans, die eventuell auch in 4K spielen wollen, müssen aber deutlich tiefer in die Tasche greifen. Das MSI GL63 8SFK-696 bietet alles für Enthusiasten, hat allerdings auch ein entsprechend hohes Preisschild von derzeit 1700 Euro*.

      Minecraft bekommt Rayracing

      Vor Kurzem hat Nvidia für Minecraft auch DXR bzw. Raytracing angekündigt. Damit wird die Klötzchen-Welt natürlich noch mal sehr viel ansehnlicher. Einen Vorgeschmack gibt euch das nachfolgende Video:

      Wer sich Raytracing bei Minecraft nicht entgehen lassen möchte, sollte auf ein Notebook mit einer RTX-Grafikarte von Nvidia setzen. Hier kommt das genannte MSI GL63 8SFK-696 mit RTX 2070 in Frage. Mit RTX 2060 geht es beim ASUS ROG Strix G731GV-EV190 aber auch etwas günstiger. Ein ähnliches Gerät haben wir von ASUS bereits im Test gehabt.

      Natürlich kann man auch ohne externes Display in 4K UHD zocken – aber der Preis dürfte dann doch eher abschrecken, lässt er das zuvor genannte doch regelrecht günstig erscheinen. Ein aktuelles Top-Modell mit 4K Display und High-End Komponenten etwa ein Gigabyte AERO 15. Auch hier haben wir ein Schwester-Modell für euch getestet.

       

      *Alle Preise: Stand 22.11.2019

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