Windows 10: Details zu Microsofts neuem Spartan-Browser durchgesickert

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Microsoft arbeitet derzeit parallel zum Internet Explorer an einem komplett neuen Web-Browser mit dem Codenamen „Spartan“, der sein Debut vermutlich zusammen mit Windows 10 geben wird. Das berichtet nun The Verge unter Berufung auf offenbar vertrauenswürdige Insiderinformationen, nachdem in den vergangen Wochen bereits diverse Gerüchte diesbezüglich die Runde gemacht hatten.

Bei Spartan soll es sich den vorliegenden inoffiziellen Details nach um einen schlanken, schnellen Browser handeln, der sich vergleichbar mit Googles Chrome durch diverse Plug-ins erweitert lässt. Zu den Besonderheiten der Microsoft-Neuentwicklung sollen mehrere Funktionen gehören, die bislang noch kein Browser auf dem Markt zu bieten hat. So wird Spartan laut dem The-Verge-Artikel beispielsweise die Möglichkeit für Nutzer mitbringen, auf Webseiten mit einem Digitalisierstift bestimmte Anmerkungen oder Notizen zu machen und diese mit anderen zu teilen.

Ermöglicht werden soll dieses Feature durch Microsofts Cloud-Speicher-Service OneDrive. Eine Kopie der vom Nutzer bearbeiteten Webseite wird dort gespeichert und kann auf Wunsch bekannten Personen zugänglich gemacht werden. Zudem soll vorgesehen sein, dass sogar mehrere Anwender gleichzeitig Notizen auf einer Webseite erstellen oder ändern können.

Ein weiteres wichtiges Feature des Spartan-Browsers wird darüber hinaus die Integration der virtuellen Sprachassistentin Cortana sein. Laut The Verge wird Cortana den Nutzer bei der Suche im Web unterstützen und beispielsweise über den Status von Paketsendungen oder Restaurant-Reservierungen informieren.

Eine letzte Neuerung von Spartan im Vergleich zu anderen Browsern, die in dem Artikel erwähnt wird, ist das verbesserte Tab-Management. Viele Nutzer kennen sicherlich das Problem, dass die Übersichtlichkeit beim Surfen schnell verloren geht, wenn in einem Browserfenster sehr viele Tabs geöffnet wurden. Spartan soll hierbei Abhilfe schaffen, indem das Programm eine Möglichkeit mitbringt, Tabs intelligent zu gruppieren.

Der neue Microsoft-Browser wird den vorliegenden Information nach als Windows-Store-App entwickelt und soll eine automatische Update-Funktion sowie dieselbe grundlegende Benutzeroberfläche über sämtliche unterstützten Geräteklassen hinweg mitbringen. Den Internet Explorer schickt Microsoft laut The Verge trotz Spartan noch nicht in Renten, vielmehr soll der altgediente Browser unter Windows 10 weiterhin als Zweitoption für Nostalgiker oder Firmen, die aus verschiedenen Gründen nicht darauf verzichten können, angeboten werden.

Zahlreiche offizielle Infos zu dem neuen Browser sowie diverse weitere Neuigkeiten rund um Windows 10 erwarten wir im Rahmen des kommenden Microsoft-Events am 21. Januar 2015.

Update vom 11. Januar 2015:
Die chinesische Webseite Cnbeta hat mittlerweile einen Screenshot einer nicht näher spezifizierte Windows-10-Beta-Version veröffentlicht, auf dem der neue Spartan-Browser von Microsoft zu sehen sein soll. Darüber informiert ebenfalls The Verge. Außerdem gewährt das Bild vermutlich einen ersten Blick auf die überarbeitete Desktop-Benutzeroberfläche der kommenden Windows-Ausgabe.

The Verge meldet unter Berufung auf Insiderangaben, dass sich Windows 10 dem Nutzer je nach Wunsch in einem hellen oder einem dunklen Design präsentieren wird, die in Sachen „Look and Feel“ an das angelehnt sind, was wir bereits seit geraumer Zeit von Windows Phone her kennen.

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Bild: Neowin.net
Quelle: The Verge

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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Eine Antwort auf Windows 10: Details zu Microsofts neuem Spartan-Browser durchgesickert

  1. avatar Jonas Quinn sagt:

    Also Tab-Gruppen empfinde ich jetzt nicht unbedingt als die Neuheit schlechthin – die gibt es seit Ewigkeiten im Firefox. Ne Sprachassistentin bringt auch nur begrenzt Mehrwert, und das Annotation-Feature wird vermutlich nur von einem Bruchteil der Nutzer überhaupt wahrgenommen – bin gespannt, ob sich der Browser-Kurswechsel für Microsoft auszahlt..

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