Windows 10 on ARM: Microsoft beschreibt die Einschränkungen

      Windows 10 on ARM: Microsoft beschreibt die Einschränkungen

      Zur CES in Las Vegas gab es erste Geräte zu sehen, bald sollen sie auch auf dem Markt sein: Ultra Portable und ausdauernde Windows 10 Notebooks mit einem ARM-Prozessor.

      Ein prominentes Beispiel ist das Lenovo Miix 630, das ich mir im Rahmen der CES 2018 auch bereits ansehen konnte. Doch was Microsoft bisher nicht so recht preisgegeben hat, ist welche Einschränkungen Windows 10 on ARM mit sich bringt. Die bisherige Aussage zu x86 Anwendungen war lediglich „It just works.“.

      Wenig überraschend ist dabei, dass native 64bit Anwendungen nicht auf Windows 10 on ARM laufen werden. In einer Dokumentation für Entwickler gibt Microsoft jetzt aber noch mehr Details preis. Die meisten Punkte dürften die Nutzung allerdings kaum beeinflussen. So werden beispielsweise spezielle Anti-Cheat-Treiber diverser Spiele nicht mit der Win 10 on ARM Version kompatibel. Allerdings dürfte der allergrößte Teil der davon betroffenen Spiele sowieso nicht auf dem System laufen. Ebenfalls inkompatibel sind Spiele, die auf OpenGL setzen – auch hier dürfte die Anzahl betroffener Nutzer gen 0 tendieren.

      Interessanter wird es dann bei einem Blick auf Apps und Programme, die in die Windows Experience eingreifen – also die Oberfläche verändern. Das betrifft also jene Apps und Tools, die sich beispielsweise in das Startmenü einklinken oder Tools und Programme, die für mehr Barrierefreiheit sorgen sollen. Auch werden sämtliche Shell-Befehle blockiert, also beispielsweise Tools die in das Kontextmenü im Explorer eingreifen. All die „tollen“ Tools für das Klassische Startmenü dürften auf Windows 10 on ARM also nicht mehr funktionieren.

      Nicht emuliert werden können Hardware-Treiber. Was genau das am Ende für den Nutzer bedeutet ist aber nicht ganz klar. Für Treiber, die direkt via Windows Update verteilt werden bzw. bereits in Windows 10 enthalten sind dürfte es aber kaum einen Unterschied machen.

      Was komplett ohne Einschränkungen funktionieren soll, sind die UWP-Apps. Wenig überraschend.

      Die Daten wurden mittlerweile wieder entfernt, ob sie lediglich zu früh veröffentlicht wurden oder aber fehlerhaft waren lässt sich nicht genau sagen. Auch bei Dr. Windows, die die Informationen aufgetan haben, ist man sich hier nicht ganz sicher. Es spricht allerdings vieles für die versehentliche Veröffentlichung.

      Am Ende bleibt die Frage, wie gut das System letztlich laufen wird und wie viel der Nutzer von den Einschränkungen bemerken wird. Hier müssen wir abwarten, bis wir letztlich ein solches System in der Hand halten.

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