Windows in the Car: Microsoft stellt Konkurrenz für Apples CarPlay vor

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Microsofts diesjährige Entwicklerkonferenz Build 2014 endete am vergangenen Freitag und brachte zahlreiche Neuigkeiten rund um die verschiedenen Windows-Plattformen mit sich. Ein Thema fand bislang allerdings nur wenige Aufmerksamkeit: Windows in the Car. Microsoft entwickelt dieses Angebot innerhalb seiner Initiative „Windows and the Internet of Things“ und will damit künftig gegen konkurrierende Lösungen wie beispielsweise Apples CarPlay antreten.

Zunächst sollte nicht vergessen werden, dass für Microsoft derartige Bemühungen im Automobilsektor nichts Neues sind. Der US-Konzern lieferte in den vergangenen Jahren mehrfach Software für Infotainment-Systeme diverser Automobilhersteller, darunter BMW, Fiat, Ford oder Kia. Bei all diesen Lösungen kam allerdings eine speziell angepasste Windows-Version zum Einsatz, die die Hersteller selbst mit einer eigenen Benutzeroberfläche versahen. In Zukunft will Microsoft jedoch eine vordefinierte Lösung für den Automobilmarkt anbieten, die viel mit dem gemeinsam hat, was Apple mit CarPlay versucht. Die Benutzeroberfläche vom „Automobil-Windows“ ist dabei eng an das „Metro“- oder Modern-Interface von Windows 8 beziehungsweise Windows Phone angelehnt, zeigt sich also auch im Kachel-Look.

Das von Microsoft gezeigte Windows in the Car befindet sich derzeit noch in der Entwicklung, wird aber bereits mit ganz normal auf dem Markt erhältlichen Automodellen getestet. Die Implementierung sieht derzeit so aus, dass ein Windows-Phone über einen Konnektivitätsstandard namens Mirrorlink mit dem Infotainment-System des Autos verbunden wird. Einige vordefinierte Smartphone-Funktionen werden sodann auf dem im Armaturenbrett des Autos eingefassten Display dargestellt und können dort über Touch, andere geeignete Bedienelemente des Systems oder Microsofts neuen, virtuellen Assistenten Cortana per Sprachsteuerung kontrolliert werden. Zu den Menüpunkten der zur Build 2014 demonstrierten Version gehörten Start, Navigation, Telefon, Musik und Komfort. Mit dem Marktstart von Windows in the Car sollen auch Entwickler eigene Apps, die speziell für die Nutzererfahrung im Auto konzipiert sind, für die Plattform veröffentlichen können.

Die Automobilhersteller Citroen, Honda, Toyota und Volkswagen arbeiten bereits an Mirrorlink -Integration für ihre Fahrzeuge. Zudem wollen die Fremdanbieter Alpine und Pioneer passende Entertainment-Systeme anbieten. Ein Zeitfenster, wann mit dem Marktstart von Windows in the Car zu rechnen ist, nannte Microsoft zur Build-Konferenz nicht.

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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1 Kommentar auf "Windows in the Car: Microsoft stellt Konkurrenz für Apples CarPlay vor"

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Gast

„Windows in det Car“ ist nicht hip wie „Apple CarPlay“. Warum nich „Microsoft WinCar“? Icke frag mich wieviel Microsoft fuer „Windows in det Car“ an ene Werbeajentur jezahlt hat.

Tschüssi

Euer Larry

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