WWDC 2014: Apple enthüllt OS X 10.10 Yosemite

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Apple hat heute zum Auftakt seiner WWWDC-2014-Keynote die neueste Version des Mac-Betriebssystems OS X vorgestellt. OS X 10.10 Yosemite (benannt nach einem kalifornischen Nationalpark) bietet eine vollständig überarbeitete Benutzeroberfläche, bei deren Design sich Apple ganz klar vom iOS-7-Look hat inspirieren lassen. Unter anderem wurden die Programmsymbole neu gestaltet, Fensterrahmen und Menüleisten transparenter gemacht sowie Applikationen wie Calendar, Mail oder Safari generalüberholt. Darüber hinaus integriert Apple diverse neue Funktionen in Yosemite, die in erster Linie die Nutzung von Apps, Dokumenten und Funktionen über verschiedene Geräteklassen hinweg erleichtern beziehungsweise überhaupt erst ermöglichen sollen.

Neben der Benutzeroberfläche mit seinem moderneren, flacheren Design sind einige der wichtigsten neuen Features von OS X 10.10 Yosemite eine verbesserte Benachrichtigungszentrale, die Erweiterung des iCloud-Dienstes durch iCloud Drive, das etwa mit Google Drive vergleichbar ist, die Option, Nachrichten und Telefonanrufe, die an ein iPhone gesendet werden, auch auf dem Mac zu empfangen, sowie die Möglichkeit, mit AirDrop Daten zwischen iOS-Geräten und Macs auf einfache Art und Weise auszutauschen.

Die aktualisierte Benachrichtigungszentrale von Yosemite bietet unter anderem eine bessere Integration für Applikationen von Drittanbietern, unterstützt interaktive Benachrichtigungen sowie Widgets und zeigt genau wie unter iOS 7 eine Übersicht der zuletzt verpassten beziehungsweise der anstehenden Ereignisse des aktuellen Tages an.

iCloud Drive ist Apples Antwort auf Google Drive, Microsofts OneDrive oder Dropbox und wird nicht nur unter OS X, sondern auch unter iOS und Windows verfügbar sein. Nutzer erhalten damit eine Möglichkeit an die Hand, eigene Fotos, Dokumente und andere Daten, die in Apples Cloud-Speicher abgelegt wurde, effizienter und übersichtlicher via Verzeichnis-Struktur zu verwalten.

Durch Yosemites verbesserte AirDrop-Funktionalität gestattet Apple seinen Kunden endlich, Dateien und Fotos schnell und vollkommen unkompliziert von einem iOS-Gerät auf den Mac zu übertragen und umgekehrt.

Damit aber nicht genug. Die Kalifornier möchten ganz gezielt ein Nutzererlebnis schaffen, das iOS-Geräte und Macs viel enger miteinander verzahnt als dies bislang der Fall war, ohne dabei jedoch die beiden Plattformen zu vereinheitlichen. Apple spricht hier von „Continuity“. So soll es beispielsweise möglich sein, das Tippen einer E-Mail auf dem iPhone zu beginnen und das Verfassen dieser Nachricht jeder Zeit unter Mail auf dem Mac fortzusetzen.

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Eine weitere Neuerung, die ebenfalls zum Continuity-Konzept gehört, ist, dass sich ein Mac mit OS X 10.10 und ein iPhone ganz unkompliziert aneinander koppeln lassen. Ist das erst einmal geschehen, stehen auch auf dem heimischen Computer Smartphone-Funktionen bereit, darunter etwa der Empfang und das Versenden von SMS sowie das Annehmen oder Tätigen von Anrufen. Zudem lässt sich das iPhone so ganz schnell und ohne großes Zutun des Nutzers bei Bedarf auch als WiFi-Hotspot verwenden.

Infolge der Umgestaltung der OS-X-Benutzeroberfläche hat Apple sich auch seiner eigenen Mac-Programme angenommen und diese generalüberholt. Neben einem neuen Look erhalten so unter anderem der Browser Safari und das E-Mail-Programm Mail diverse Verbesserungen. Safari gewährt somit künftig beispielsweise per Knopfdruck eine Übersicht aller aktuell geöffneten Tabs und Mail soll endlich zuverlässiger arbeiten. Ebenfalls interessant scheint die erweiterte Spotlight-Suche zu sein, mit der sich schon bald auch Medieninhalte in iTunes aufspüren oder Wikipedia-Einträge heraussuchen lassen.

Apple will die finale Fassung von OS X 10.10 Yosemite im Herbst veröffentlichen und dann, genau wie schon den Vorgänger OS X 10.9 Mavericks, kostenlos zum Download anbieten. Entwickler erhalten bereits jetzt Zugriff auf eine Beta-Version des neuen Mac-Betriebssystems, aber auch interessierte Privatanwender sollen ab Sommer an einem öffentlichen Beta-Programm teilnehmen können.

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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