WWDC: Apple zerschlägt iTunes und zeigt einen neuen High-End-Mac samt 6K-Display

      WWDC: Apple zerschlägt iTunes und zeigt einen neuen High-End-Mac samt 6K-Display

      Auf der alljährlichen Entwicklerkonferenz WWDC splittet Apple iTunes auf diverse Apps auf, zeigt seine neuen Betriebssysteme und absolute High-End-Hardware für professionelle Nutzer. Wir haben für euch die wichtigsten Infos im Überblick.

      iOS 13

      Fangen wir mit dem Betriebssystem für die iPhones an. iOS 13 bekommt einige neue Features, darunter den schon aus der Gerüchte- und Leakküche bekannten Dark Mode. Der sorgt nicht nur dafür, dass ihr Strom spart, sondern soll euch auch in Umgebungen mit wenig Licht alles gut auf dem Smartphone erkennen lassen. Er wird in allen System-Apps zum Einsatz kommen und Entwickler können ihn in ihre eigenen Apps integrieren. Nettes Detail: Ihr könnt festlegen, dass der Dark Mode automatisch bei Sonnenuntergang oder zu einer von euch festgelegten Zeit aktiviert wird.

      apple ios 13 dark mode

      Die Fotos-App bekommt ebenfalls ein Update. Zum Beispiel soll maschinelles Lernen eure Fotos sortieren, die besten Fotos auswählen und Duplikate ausblenden. Außerdem soll die Bildbearbeitung komfortabler werden. Filter können sich in Zukunft mit einem einfachen Swipe umsetzen lassen. Was bei Bildern geht, soll auch für Videos funktionieren. Ihr bekommt nämlich eine Reihe von Bearbeitungsfunktionen für Videos: Drehen, Zuschneiden, Filter anwenden. Für all das sollt ihr keine weitere App mehr benötigen. Im Portraitmodus könnt ihr zudem das Licht feiner steuern, um Details zu betonen oder abzuschwächen.

      apple ios 13 fotos app

      Google hat ihn, Facebook hat ihn und jetzt auch Apple. Die Rede ist vom Login mit eurer Apple ID. Dabei sollen eure Daten komplett geschützt bleiben. Apple betont natürlich, dass sie die Daten aus Sign In nicht nutzen werden, um eure Aktivitäten zu tracken.

      Apple Maps wird auch neu aufgelegt. Der Dienst bekommt eine neue Ansicht und bietet euch die Möglichkeit, Sammlungen mit euren Lieblingszielen, Restaurants oder was auch immer anzulegen. Außerdem gibt es eine Art Street View. Die überarbeitete Version soll in diesem Jahr in den USA an den Start gehen und 2020 in weiteren Ländern kommen.

      apple maps

      iOS 13 ist ab sofort für Entwickler verfügbar und soll in den nächsten Monaten in einer offenen Beta verfügbar sein. Die finale Version soll dann im Herbst kommen. iPhones werden ab dem 6s unterstützt. Alle iPad Air 2 und später, alle iPad Pro-Modelle, alle iPads ab der 5. Generation und alle iPads Mini ab der 4. Generation bekommen es. Alle neuen iOS 13-Features findet ihr hier.

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      macOS Catalina

      Im neuen OS für die Macs gibt es ein nettes neues Feature: Sidecar. Damit könnt ihr den Screen eures Macs auf ein iPad erweitern und dieses als zweiten Bildschirm nutzen. Das ist besonders für Kreative interessant, die ihr iPad als Zeichengerät nutzen.

      apple macOS catalina sidecar

      Und dann ist da noch das Ende von iTunes. iTunes wurde in den vergangenen Jahren immer komplizierter. Aus diesem Grund wird es jetzt durch drei Apps ersetzt: Apple Music, Apple Podcasts und Apple TV. Damit sollt ihr all eure Inhalte einfach und intuitiv steuern können. Die Backup-Funktion aus iTunes wird direkt in das OS integriert. Ihr könnt sie über den Finder verwalten. Wenn ihr iTunes auf einem Windows-Gerät nutzt, dann ändert sich allerdings nichts und ihr müsst dürft weiter das bisherige iTunes nutzen.

      apple macos catalina podcasts

      Seit einiger Zeit ist es „in“, die Nutzungszeit am Rechner zu messen. Das Feature gibt es bald auch auf den Macs. Es werden euch neben der Gesamtzeit am Rechner auch die Zeiten angezeigt, die ihr in einzelnen Apps verbringt. Wie es sich gehört, gibt es auch die Möglichkeit, euren Kids Limits in Sachen App-Nutzung zu verpassen.

      apple macos screen time

      Sicherheit spielte bei Apple immer schon eine große Rolle. Mit macOS Catalina bekommt die „Find my“-App ein Update. Die neue App kombiniert Find my iPhone und Find my Friends in einer App, die auf allen Apple-Geräten läuft. Falls euch böse Bengel euren Mac abknöpfen, könnt ihr ihn mit der App selbst dann orten, wenn er ausgeschaltet ist. Der Mac sendet nämlich Bluetooth-Signale, die von allen Apple-Geräten empfangen werden können. Die Standort-Daten werden in eurer iCloud gespeichert und sind Ende-zu-Ende verschlüsselt.

      Ebenfalls neu: Sprachsteuerung. Alle Apple-Geräte lassen sich künftig per Sprache steuern.

      MacOS Catalina wird ab Herbst für alle Macs zur Verfügung stehen, die ab Mitte 2012 eingeführt wurden. Alle neuen Features könnt ihr euch hier auch noch einmal ansehen.

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      iPad OS

      Die iPads bekommen ein eigenes Betriebssystem, das auf die speziellen Bedürfnisse der Tablet-Nutzer eingeht. Dazu gehört ganz offensichtlich der neue Home Screen, der Infos besser für euch darstellen soll.

      apple ipad os start screen

      Außerdem gibt es künftig die Möglichkeit, im Split View zu arbeiten. Ihr könnt also verschiedene Daten gleichzeitig in einer App bearbeiten. Darüber hinaus bekommt der Apple Pencil neue Features. So lassen sich Dokumente mit einem Swipe markieren und der Zugriff auf einzelne Funktionen wurde verbessert. Über die Files-App gibt es die Möglichkeit, Ordner zu teilen oder externe Laufwerke wie USB-Sticks zu verwalten. Mit Slideover könnt ihr euch die in der Vergangenheit geöffneten Apps anzeigen lassen.

      apple ipad os slideover

      Safari wurde ebenfalls überarbeitet. Ihr bekommt neue Funktionalitäten, darunter ein Download-Manager. Generell soll sich das Surfen nicht wie auf einem mobilen Gerät, sondern wie auf einem Desktop anfühlen.

      iPad OS ist ebenfalls ab Herbst verfügbar und kommt auf alle iPad Air 2 und später, alle iPad-Pro-Modelle, iPads der fünften Generation und später sowie iPads mini 4 und später. Die komplette Feature-Liste ist an dieser Stelle zu finden.

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      Apple watchOS 6

      Für die Apple Watch gibt es neue Apps, einen neuen App Store und es dreht sich viel um das Thema Gesundheit.

      Taschenrechner, Sprachmemo und Hörbücher kommen als eigenständige Apps auf die Watch. Es gibt einen App Store mit eigenständigen Apps für die Watch und eine neue Schnittstelle, die euch Audio-Streaming ermöglicht, ohne dafür ein iPhone zu benötigen.

      Der Gesundheitsbereich wird ausgebaut und zeigt mehr Daten an. Unter anderem wird euch die Umgebungslautstärke angezeigt. Und natürlich gibt es auch eine Reihe neuer Ziffernblätter.

      Falls euch die komplette Liste der Neuheiten interessiert, werdet ihr hier fündig.

      Mac Pro & Pro Display XDR

      Optisch erinnert das Aluminium-Gehäuse an eine Küchenreibe. Im Inneren hat Apple jede Menge Leistung untergebracht. Die CPU ist in der stärksten Ausführung ein Intel Xeon mit 28 Kernen. Auch RAM gibt es reichlich. Bis zu 1,5 TB könnt ihr in zwölf DIMM-Slots verteilen. Acht PCIe-Slots stehen euch im Gehäuse zur Verfügung. Damit solltet ihr ausreichend schnellen Speicher einbauen können.

      Bei der Grafik könnt ihr maximal zwei Vega-II-GPUs einbauen. Damit würdet ihr dann auf 128 GB Grafikspeicher kommen. Das sollte für so ziemlich alle Anwendungen ausreichen. Damit ihr eure Videoprojekte fix rendern könnt, gibt es Apple Afterburner. Das ist so leistungsstark, dass ihr drei Streams mit 8K-ProRes-RAW-Material decodieren könnt. Oder zwölf Streams in 4K. Und das alles in Echtzeit.

      So viel Leistung wird gerne mal heiß und laut. Drei große Lüfter an der Front sollen genau das verhindern. Apple verspricht trotz der Lüfter und der Leistung einen leisen Rechner.

      Das Pro Display XDR ist ein 32“-6K-Display mit 10-Bit-Panel. Und es ist hell. Sehr hell. 1000 cd/m² soll es dauerhaft halten. In Peaks sind bis zu 1600 cd/m² möglich. Eine neue matte Beschichtung soll Reflektionen den Garaus machen.

      apple display pro xdr

      Das Display könnt ihr entweder über einen VESA-Mount an der Wand befestigen oder am Pro Stand, der komplett aus Aluminium gefertigt ist.

      Ab Herbst 2019 soll der neue Mac Pro verfügbar sein. Wie ihr bereits vermutet habt, wird er nicht ganz günstig sein. Die günstigste Variante kostet satte 5.999 Dollar. Den Preis für die Maximalkonfiguration hat Apple leider nicht verraten. Das Pro Display XDR bewegt sich in ähnlichen Sphären. 4.999 Euro möchte Apple dafür von euch sehen. Den Halter gibt es natürlich extra für 999 Dollar. Solltet ihr euch den VESA-Mount-Adapter zulegen wollen, müsst ihr noch einmal 199 Dollar drauflegen. Alle Infos zum Mac Pro gibt es hier und zum Display werdet ihr hier fündig.

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      Falls ihr gerade knapp 2,5 Stunden Zeit habt, könnt ihr euch die komplette Keynote der WWDC an dieser Stelle ansehen.

      Quelle: Apple 1, 2, 3, 4, 5, Fotos: Apple

      Veröffentlicht von

      Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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