Xbox One Controller am PC nutzen

Mit „Xbox Play Anywhere“ hat Microsoft im Juni 2016 für ordentlich Aufsehen gesorgt. Ein Spiel kaufen, das man dann ohne Zusatzkosten auf der Xbox und dem Windows 10 PC spielen kann. Das Ganze auch nahtlos, also die Spielstände werden stets synchronisiert. So richtig etabliert hat sich das Konzept allerdings noch nicht – Grund genug es noch einmal aufzugreifen und zu gucken, wo es nach rund einem Jahr angekommen ist. Außerdem einen Blick wert: Der neue Xbox Controller am PC.

Das Konzept ist eigentlich schnell erklärt: Kauft ihr ein mit Play Anywhere gekennzeichnetes Spiel im Handel oder Windows Store, könnt ihr es parallel auf eurer Xbox und dem PC installieren. Spielen könnt ihr es dann auf beiden Systemen – allerdings nicht parallel. Entscheidend ist dafür nur, dass der PC Windows 10 nutzen muss – Windows 7 und 8.1 Nutzer können Play Anywhere generell nicht nutzen.

Die Liste an Spielen ist derzeit allerdings noch recht übersichtlich, allerdings finden sich auch ein paar Top Titel darunter:

  • Halo Wars 2
  • Gears of War 4
  • Forza Horizon 3
  • recore
  • Killer Instinct
  • Everspace
  • Astroneer
  • Fallout Shelter
  • Resident Evil 7 biohazard
  • Riptide GP: Renegade
  • Silence – The Whispered World 2
  • Spheroids

Die Liste wächst gemächlich, aber sie wächst. Geplant sind für die nächste Zeit noch folgende Titel:

  • ARK: Survival Evolved
  • State of Decay 2
  • Mittelerde: Schatten des Krieges
  • Sea of Thieves
  • We Happy Few
  • Crackdown 3
  • Cuphead
  • Gwent

Einen Haken hat das ganze allerdings: Nicht jede Version des Spiels ist auch Play Anywhere-kompatibel, sondern man muss beim Kauf darauf achten, die richtige Version zu wählen. In der Regel sind diese Play Anywhere Versionen dann auch etwas teurer, da es sie nur im Windows Store gibt. Einfach eine Xbox One S mit Forza Horizon 3 im Bundle kaufen und auch am PC spielen? Nicht möglich – außer man legt noch einmal rund 70 Euro drauf und kauft das Spiel im Windows Store. Darüber sollten wir uns noch mal unterhalten Microsoft…

Aber es ist ja nicht alles schlecht. Der Controller ist im Handumdrehen verbunden und wird von den Spielen auch sofort als solcher erkannt. Da alles aus einem Haus kommt, sollte das aber auch selbstverständlich sein. Sofern euer PC oder Notebook Bluetooth bereits integriert hat, und das sind mittlerweile die meisten, braucht ihr nicht einmal mehr einen Dongle zur Verbindung. Hat man das Spiel also tatsächlich als Play Anywhere Version vorliegen, ist der Wechsel von der Xbox an den PC oder umgedreht kein Problem. Wobei hier noch ein Punkt verbessert werden kann: Der Controller muss bei einem Wechsel immer neu gekoppelt werden, sowohl an der Xbox, als auch am PC. Im Falle der Xbox heißt das an der Front einen kleinen Knopf zu drücken, am PC muss das Bluetooth-Menü aufgerufen werden. Hier wäre die Option praktisch, einfach einen Knopf zu drücken um zwischen zwei oder mehr gekoppelten Geräten zu wechseln.

Xbox One Controller am PC

Generell kann der Controller aber auch bei anderen Spielen genutzt werden. Da Windows 10 alle Treiber und Konfigurationsdaten mitbringt, ist die Einrichtung ziemlich einfach – wenn das Spiel mitmacht.

Nehmen wir Steam als Beispiel, die wohl gängigste Gaming-Plattform. Um den Controller einzurichten, öffnet ihr einfach den Big Picture Modus. Dort in den Einstellungen lässt sich dann der Controller konfigurieren. Wobei Konfigurieren nicht ganz richtig ist. Man wählt in der Liste einfach aus, dass es sich um einen Xbox Controller handelt, verbindet den Controller einmal neu und schon ist er in Steam eingerichtet.

Das Spiel muss ihn allerdings auch unterstützen, was das größere Problem ist. Während beispielsweise Rise of the Tomb Raider ohne jegliche weitere Konfiguration funktionierte, wollte F1 2015 schlicht gar nicht mit dem Controller zusammenarbeiten. Erkannt wurde er zwar, aber funktioniert hat die Steuerung nicht. Beim ersten Spielstart gibt das Spiel auch eine Warnung aus, dass der Controller nicht kompatibel sei.

Die Zeiten, in denen ein Controller erst umständlich konfiguriert werden musste mit Zusatzsoftware oder weiteren Treibern etc. sind also glücklicherweise vorbei – zumindest, wenn man den Xbox One Controller nutzt.

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