XMG CORE 17: Full HD-Gaming im schlichten Gehäuse

      XMG CORE 17: Full HD-Gaming im schlichten Gehäuse

      Wenn Intel neue Prozessoren vorstellt, aktualisieren Notebook-Hersteller ihr Line-Up. Genau das hat Schenker mit dem XMG CORE 17 gemacht. Ob das aber in Verbindung mit einer GTX 1660 Ti auch überzeugt, erfahrt ihr im Test.

      Ein schnörkelloses Notebook, bei dem sich auch das RGB-Geblinke in Grenzen hält, erweckt natürlich meine Aufmerksamkeit. Schon in der Vergangenheit hat unsere Redaktion die Notebooks mit dem XMG-Logo sehr gemocht, weil hier einfach auf Unnötiges verzichtet wird und der Fokus klar auf Leistung liegt. Die CORE-Serie ist dabei der Einstieg in die Welt der XMG-Gaming-Notebooks. Wie weit sich das neue CORE 17 auch für die Welt jenseits von Full HD-Gaming eignet, habe ich hier mal für euch zusammen geschrieben.

      Ich nehme es kurz vorweg: das XMG CORE 17 ist ein gutes Notebook. Der neue Intel CORE Prozessor liefert in etwa die Leistung, die von ihm erwartet wird und auch die restlichen Komponenten spielen gut zusammen. So ein paar Kleinigkeiten trüben das restliche gute Gesamtbild dann aber doch.

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      Bevor wir aber voll in den Test einsteigen, gibt es wie immer erst noch die technischen Daten.

      Technische Details

      Produkteigenschaften des Schenker XMG CORE 17 – M19-nqm

      Display 17.3″, IPS, 144 Hz, non-glare
      Auflösung 1920×1080 Pixel (Full HD)
      Prozessor Intel Core i7-9750H (6×2,6GHz, maximal 4,5GHz)
      Grafik Nvidia GeForce GTX 1660 Ti (6GB GDDR6 VRAM)
      Arbeitsspeicher 16GB DDR4 SO-DIMM, Dual Channel, bis zu 64 GB
      Festplatte 500GB Samsung 970EVO Plus (NVMe)
      1000GB HDD (5400U/Min.)
      Netzwerk Realtek Gigabit LAN
      WLAN 802.11a/b/g/n/ac
      Bluetooth 5.0
      Anschlüsse 1x USB-A 2.0
      2x USB-A 3.0
      1x USB-C 3.1 Gen1 (DisplayPort: nein, Power Delivery: nein)
      2x Mini DisplayPort 1.4 (unterstützt G-SYNC-fähigen Monitor)
      1x HDMI 2.0 (mit HDCP 2.2)
      1x Kopfhörerausgang
      1x Mikrofoneingang
      1x RJ45 Port (LAN)
      1x Kartenleser (MMC/SD/SDHC/SDXC)
      Akku wechselbarer 46 Wh Lithium-Polymer-Akku (intern verschraubt)
      Eingabegeräte RGB-Tastatur mit 4 frei konfigurierbaren Zonen und Nummernblock
      Microsoft Precision Touchpad mit Multi-gesture- & Scroll-Funktion, zwei integrierte Tasten
      Sound 2.1-Lautsprechersystem
      Kamera HD Webcam
      Sicherheit Kensington Lock
      TPM 2.0 (via Intel PTT)
      Betriebssystem Windows 10 Home (64bit)
      Abmessungen 395,7 x 260,8 x 30,05 mm (B x T x H)
      Gewicht ca. 2,5 kg

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      Schenker XMG CORE 17 bei uns im Shop

      Lieferumfang

      Schenker geht mit dem XMG CORE 17 die Extra-Meile, was den Lieferumfang angeht. Neben dem Notebook samt Netzteil gibt es noch eine Garantiekarte, eine Recovery-CD von Microsoft, ein XMG gebrandetes Mauspad und ein 16GB USB 3.1 Typ-A Stick mit Treibern und Handbuch. Es ist schon traurig, dass dieser Packungsinhalt als etwas Besonderes gilt. Mehr Hersteller sollten anfangen, mit kleinen sinnvollen Goodies ihren Käufern eine Freude zu machen.

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      Design und Verarbeitung

      Das Motto der XMG CORE Reihe ist „Undercover Gaming“. Die Geräte sollen also Gaming-Notebooks sein, ohne wie Gaming-Notebooks auszusehen. Das Ziel erfüllt unser CORE 17 größtenteils. Von außen ist er ein 17 Zoll großer matt-schwarzer Laptop ohne viele Schnörkel. Auf dem Displaydeckel befindet sich – leicht hervorgehoben – das XMG-Logo. Schwarze Logo auf schwarzen Untergrund passt also gut in die Designsprache und lässt auch einen Hauch Understatement aufkommen.

      Sieht man sich das Gehäuse etwas genauer an, fallen aber doch ein paar typische Gaming-Akzente auf. An den Seiten und auf der Rückseite gibt es beispielsweise große Luftauslässe. Die Schlitze darin sind leicht angewinkelt und lassen auch etwas die Leistung des XMG CORE 17 erahnen. Wenn so viel warme Luft abgeführt werden muss, scheint da etwas mehr Leistung drin zu stecken.

      Mit einer Bildschirmdiagonale von 17 Zoll und einem Gewicht von knapp 2,5 Kilogramm ist das Schenker-Notebook aber nichts, was man sich eben unter den Arm klemmt. Die Displayrahmen sind dafür an allen Seiten schlank und zeitgemäß.

      Einer der Vorteile bei Notebooks mit 17 Zoll ist ihre großen Tastatur (inklusive der vollwertigen Pfeiltasten) und natürlich auch der Nummernblock. Das Keyboard kann dazu in allen Farben leuchten und beherrscht auch die üblichen Animationen.

      Der Rest des Notebooks entspricht dann der Designsprache von „Undercover Gaming“. Auf der rechten und linken Seite gibt es die üblichen Anschlüsse für USB und weitere Peripherie. Videoports und Stromanschluss sind auf der Rückseite des XMG CORE 17 zu finden.

      Das Mauspad ist leicht nach links versetzt unter der Tastatur platziert. Es könnte etwas größer sein, aber mich stört eher, dass es einen leichten Winkel hat. Das Mauspad fällt in Richtung des Nutzers leicht nach unten ab. Es ist nicht viel, aber ich bevorzuge es, wenn meine Touchpads in Waage sind.

      Die allgemeine Verarbeitungsqualität ist in Ordnung. Das ganze Gerät besteht aus Kunststoff und die Spaltmaße sind gleichmäßig, auch wenn es nicht schwer ist, mit dem Fingernagel in eben jene rein zu kommen. Hier passt also alles und ist dem Preis von 1650€* angemessen.

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      Anschlüsse

      Ebenfalls ein Vorteil bei einem so großen Notebook ist der Platz, auf dem Anschlüsse und Ports untergebracht werden können. XMG bringt so zum Beispiel auf der rechten Seite zwei USB 3.1 Typ-A Ports unter und hat dann immer noch Platz für einen 4in1-Kartenleser. Wer mit SD-Karten arbeitet, ist für diesen Anschluss dankbar, da es ein Adapter/ Dongle weniger in der Tasche ist.

      Auf der linken Seite des CORE 17 befindet sich ein Kopfhörerausgang und ein Mikrofoneingang. Damit ist dann auch im nächsten Match mit den Freunden die Kommunikation gesichert. Ebenfalls auf der linken Seite befindet sich ein USB 2.0 Eingang. Was der im Jahr 2019 noch bei einem Notebook verloren hat, erschließt sich mir nicht wirklich, aber für eine Kabelmaus reicht es. Abschließend findet sich noch ein RJ45-Anschluss auf der Seite. Damit kann eine vernünftige Kabelverbindung zu eurem Netzwerk hergestellt werden, was für Multiplayerspiele, aber auch bei größeren Downloads praktischer als WLAN ist.

      Auf der Rückseite findet sich neben dem Stromanschluss noch zwei Mini-DisplayPorts im Standard 1.4. Diese unterstützen zudem G-Sync bei externen Monitoren. Gerade der Mini-DisplayPort scheint in letzter Zeit bei den Herstellern beliebt zu werden, da es sich bei immer mehr (Gaming)Notebooks findet.

      Außerdem gibt es auf der Rückseite des CORE 17 noch einen vollwertigen HDMI-Ausgang und ein USB Typ-C Anschluss. Der Typ-C-Anschluss kann nicht zu Übertragung von Bildsignalen an einen Monitor verwendet werden und das Notebook kann darüber auch nicht aufgeladen werden. Der sinnvollste Einsatz dafür wäre eine Docking-Station.

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      Schenker XMG CORE 17 bei uns im Shop

      Display

      Mit 17,3 Zoll Bildschirmdiagonale gehört das CORE 17 klar zu den größeren Notebooks. Bei Gaming-Notebooks ist diese Größe aber nicht ungewöhnlich. Pluspunkte gibt es auf jeden Fall für 144Hz und auf ein entspiegeltes Panel zu setzen. Entsprechend sind Spiegelungen beim Zocken kein Thema.

      Problem ist eher, dass die restliche Hardware das 144Hz Panel nur teilweise rechtfertigt. Ich gehe im Kapitel Performance genauer darauf ein, aber ich habe in keinem unserer getesteten AAA-Spiele die 100fps erreicht. Klar laufen die beliebten Battle-Royal-Shooter und CS:GO mit genug Bildern je Sekunde, aber wer seinen Fokus auf moderne Singleplayer-Games legt, profitiert einfach etwas weniger von dem schnellen IPS-Panel. Wobei auch bei sehr großen Exceltabellen ein Mehrwert gegeben ist.

      Bei der Ausleuchtung liefert das XMG gute Werte. Es wurde ein klassisches 300nit-Panel verbaut und das liefert auch ab. Am Rand liegt die Abweichung bei nur 10cd/m². Allerdings ist die Mitte 50cd/m² heller, als die dunkelste Stelle des Displays. Das fällt in der alltäglichen Nutzung zum Glück kaum auf.

      Auch wenn das CORE 17 sich nicht unbedingt an Grafiker richtet, ist die Farbgenauigkeit trotzdem für einige Nutzer wichtig. Nach der Kalibrierung mit unserer Spyer5-Elite zeigte sich eine 97%ige Abdeckung des SRG-Farbraumes und bei AdobeRGB lag der Wert bei 72%. Die Werte sind solide, wenn auch nicht optimal. In der Kategorie der Gaming Notebooks liegt das XMG damit im oberen Mittelfeld.

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      Tastatur und Trackpad

      Auch wenn die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass Nutzer von 17 Zoll Gaming-Notebooks eher eine (mechanische) Tastatur und eine (kabelgebundene) Maus verwenden, soll das Schreibegefühl und Trackpad-Verhalten nicht unerwähnt bleiben.

      Bei der Tastatur handelt es sich um eine klassische Inseltastatur. Das Gefühl beim Schreiben ist gut, wenn auch etwas weich. Zum Einsatz kommt eine klassische Rubberdome-Tastatur. Der Tastenhub ist durchschnittlich, aber angenehm. Auch längere Texte schreiben sich sehr gut mit dem CORE 17.

      Das Trackpad besitzt eine durchschnittliche Größe von 10,5×7,5cm. Die Deadzone ist weder größer noch kleiner als bei anderen Notebooks. Die typischen Wischgesten funktionieren präzise und haben in 9/10 Fällen sich so verhalten wie gewünscht. Als Material wurde kein Glas gewählt, aber die Navigation funktioniert trotzdem sehr präzise. Wie vorher schon erwähnt, bin ich kein Fan des abgeschrägten Mauspads. Es fällt in Richtung des Nutzers ab und ein planes Pad wäre meiner Meinung nach besser gewesen.

       

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      Software

      Bei der Software gibt es wenig Überraschungen. Das XMG CORE 17 läuft mit Windows 10 Home. Es gibt auch wieder die ganzen vorinstallieren Programme, die inzwischen leider ein Teil von Windows sind – inklusive Candy Crush, Spotify und Xing. Auf das schlechte alte McAfee wird zum Glück verzichtet. Die vorinstallierten Apps lassen sich aber alle löschen.

      XMG hält sich bei der eigenen Software ebenfalls zurück. Alles wird über die App „ControllCenterU“ gesteuert. Hier können die vier Farbzonen der Tastenbeleuchtung eingestellt werden oder die Lüftersteuerung konkreter angepasst werden.

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      Leistung

      Bei der Performance unterscheiden wir wieder zwischen Gaming und Non-Gaming. Im Bereich Gaming war ich neugierig, wie sich die relativ neuen Nvidia GeForce GTX 1660ti so schlagen wird. Konkret ging es mir um die Leistungsunterschiede zur GTX 1660 und zur RTX 2060. Sie positioniert sich knapp hinter der RTX 2060. Konkret liefert die GTX 1660ti bei Teilen des Tomb Raider Reboots etwa 5fps weniger, als die stärkere RTX 2060. Das entspricht etwa 10%. Bei aktuelle Spielen von Ubisoft ist der Unterschied deutlich geringer und bewegt sich teilweise im Bereich von Messfehlern. Auch bei The Witcher 3 war der Unterschied bei verschiedenen Auflösungen nur minimal.

      Aber auch bei den üblichen Benchmarks von 3DMark, Cinebench und Photoshop halten sich die Unterschiede in Grenzen. Die haben ihren Fokus mehr auf dem Prozessor, aber auch die GPU wird zur Unterstützung ran gezogen. Auch hier hat die RTX 2060 – bei ansonsten gleicher Ausstattung – die Nase leicht vorne und liefert etwa 10% bessere Werte. Ob das einen teuren Gaming-Laptop rechtfertigt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

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      Akku

      Der XMG CORE 17 ist nicht sonderlich ausdauernd. Wir haben dafür den PCMark 8 verwendet, um ein möglichst realistisches Bild zu bekommen. Dafür lassen wir den Work-Benchmark in der beschleunigten Version durchlaufen. Das Display war dafür auf 200cd/m² eingestellt.

      In unserer Liste der Gaming-Notebooks belegt CORE 17 mit 111 Minuten den bisher letzten Platz. Für einen ganzen Arbeitstag ohne Steckdose ist das Gerät also nicht geeignet und auch nicht gedacht. Habt das im Hinterkopf und ihr werdet keine bösen Überraschungen erleben.

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      Emissionen

      Hitze ist schlecht für jedes Computersystem, da es die Lebensdauer der Komponenten reduziert. Entsprechend genau achten wir auf die Kühlleistung unserer Testgeräte. Der XMG CORE 17 macht auch in dieser Kategorie einen sehr guten Job. Egal ob im Leerlauf, beim Stabilitätstest von AIDA oder beim Zocken von großen AAA-Spielen – die Temperatur erreicht nie einen kritischen Punkt. Der Prozessor erreichte maximal 82°C und die GPU wurde nie wärmer als 75°C,

      Neben der Wärme ist aber auch die Lautstärke immer ein Thema und die meisten Gaming-Notebooks geben sich hier nicht mal mehr Mühe. Das CORE 17 ist bei hochdrehenden Lüftern deutlich zu hören, aber beim normalen Spielen von aktuellen AAA-Games war das Geräusch auf einem passablen Level. Es wäre auch möglich gewesen, ohne Kopfhörer zu spielen und das ist selten geworden. Das Zocken mit guten Kopfhörern ist natürlich trotzdem nochmal eine ganze Ebene immersiver.

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      Aufrüsten

      Das CORE 17 lässt sich spielend leicht aufrüsten. Am Boden befinden sich zwölf Kreuzschrauben. Nach dem lösen und dem vorsichtigen Einsatz eines Fingernagels ist der Boden auch schon ab. Darunter zeigen sich dann die gewählten Komponenten und hier muss man Schenker ebenfalls Pluspunkte geben. Arbeitsspeicher, NVMe-SSD und HDD sind einfach zu erreichen und auch blitzschnell ausgetauscht.

      Was mich sehr gefreut hat, waren die hochwertigen Komponenten. Von einer Samsung 970evo, über eine Seagate Baracuda, zu Corsair Vengence DDR4 RAM. Keine Komponente wirkte möglichst günstig gekauft, sondern nach speziellen Kriterien ausgewählt. Der Akku kann ebenfalls leicht ausgetauscht werden. .

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      Sound

      Trotz des größeren Gehäuses und dadurch möglichen Resonanzraum, kann ich bei Musik beim besten Willen kaum Mitten hören. Die Tiefen sind auch nur zu erahnen, obwohl ein 2.1 System verbaut wurde. Bei den Höhen punktet der CORE 17, Die klingen gut, wenn sie auch nicht in den obersten Spitzen kristallklar sind. Für die üblichen kurzen Videos und Podcasts sind die verbauten Lautsprecher in Ordnung. Alles darüber hinaus sollte mit Peripherie gemacht werden.

      XMG hat zwar viele tolle Bezeichnungen dafür, aber weder „Sound Blaster Cinema“, noch „High Definition Audio“ wären meine erste Wortwahl. Für ein Notebook sind die Lautsprecher in Ordnung und die erreichte Lautstärke ist auch ausreichend, um einen kleinen Konferenzraum zu beschallen.

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      Fazit

      Die CORE-Serie dient als Einstiegsbereich von Schenkers Gaming-Notebooks und entsprechend sollte sie gekauft werden, wenn das Ziel Full HD Gaming ist und auch in naher Zukunft nicht mehr als eine WQHD-Auflösung angepeilt wird. Bei anspruchsvolleren Anwendungen stößt die GTX 1660ti einfach an seine Grenzen. Für das Notebook sprechen die guten Komponenten und das große, entspiegelte und schnelle Display. Der aktuelle Preis von knapp 1650€* ist den aktuellen Intel-Prozessoren geschuldet und in meinen Augen noch minimal zu hoch.

      Wer genau nach dieser Ausstattung sucht, aber lieber ein Notebook mit 15,6 Zoll Bildschirmdiagonale möchte, sollte sich das Schenker XMG CORE 15 ansehen.

      Schenker XMG CORE 17 bei uns im Shop

      *Stand: 26.07.2019

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