ZTE Axon 40 Ultra mit UDC und Periskop-Kamera offiziell vorgestellt

      ZTE Axon 40 Ultra mit UDC und Periskop-Kamera offiziell vorgestellt

      ZTE hat das neue Axon 40 Ultra offiziell vorgestellt. Nach vielen Gerüchten und schwammigen Infos zu den Spezifikationen sorgt der chinesische Smartphone-Hersteller damit für Klarheit: Das Flaggschiff setzt neben der Under-Display-Cam auf den Snapdragon 8 Gen 1, ein 6,8″ großes AMOLED-Display mit 120 Hz sowie eine Triple-Cam mit jeweils 64 MP.

      Erst vor kurzem haben wir die aktuellen Gerüchte zum neuen Axon 40 Ultra zusammengefasst, jetzt hat ZTE das neue Smartphone-Flaggschiff offiziell vorgestellt. Viele der vermeintlichen Specs wurden damit offiziell bestätigt, trotzdem gab es noch ein paar Neuigkeiten in der teilweise sehr kryptisch übersetzten Pressemitteilung zu finden.

      Under-Display-Cam im Axon 40 Ultra

      Anfangs war noch nicht ganz klar, ob ZTE die Under-Display-Cam wirklich im Flaggschiff der neuen Axon-40-Serie verbauen wird. Immerhin war das bei der Axon-30-Serie nicht der Fall, denn nur das Axon 30 5G (Test) war mit der UDC ausgestattet. Nachdem ich mir selbiges im Test näher angeschaut habe, konnte ich diese Entscheidung auch nachvollziehen. Zwar ist die UDC ein sehr innovatives Feature, wie bei den meisten technischen Innovationen dauert es aber einige Generationen, bis die neue Technologie es tatsächlich mit dem Establishment – hier in Form von Punch-Hole-Selife-Cam- Notch und Co. – aufnehmen kann.

      Dieser Zeitpunkt soll mit dem Axon 40 Ultra nun endlich gekommen sein, denn das Smartphone will mit der dritten Generation der UDC neue Maßstäbe setzen und „spektakuläre Fotos“ machen. Der Selfie-Cam stehen 16 MP und ein Sensor mit 2,24μm zur Verfügung. Softwareseitig sollen der „Selfie-Algorithmus 3.0“ und eine KI für eine hohe Lichtausbeute und geringes Bildrauschen sorgen. Außerdem wird es diverse smarte Filter inkl. Make-up-Funktion geben, die bei vielen Smartphones asiatischer Hersteller sogar oft schon ab Werk aktiviert sind.

      Beeindruckendes „Vollbild-Display“ mit besonders schmalen Rahmen

      Die UDC soll aber nicht nur gute Fotos machen, sie sorgt parallel dazu für ein unterbrechungsfreies Display ohne Notch oder Punch-Hole. Das Display ist 6,8″ groß und kommt mit AMOLED-Panel sowie maximal 120 Hz Bildrate und 360 Hz Abtastrate daher. ZTE spricht außerdem von einer respektablen Spitzenhelligkeit von bis zu 1500 nits. Damit dürften Inhalte selbst bei direkter Sonneneinstrahlung noch problemlos erkennbar sein, wenn das Versprechen auch gehalten wird. Die Auflösung liegt bei 1116 x 2480 Pixeln, der DCI-P3-Farbraum soll komplett dargestellt werden können.

      Anscheinend bietet das Axon 40 Ultra zudem eine „unabhängige Pixeltechnologie“ und eine „blaue Rautenanordnung“ der Subpixel, die vor allem im Bereich der UDC für einen nahtloseren Übergang sorgen soll. Aus den vielen Buzzwords dürfte sich letztendlich ableiten lassen, dass die UDC noch unsichtbarer wird und selbst aus schrägen Blickwinkeln kaum noch zu erkennen sein dürfte.

      Triple-Cam mit OIS, Periskop-Sensor und 5,7-fachem optischem Zoom

      Das Axon 40 Ultra kann für Fotos auf drei Sensoren zurückgreifen, die alle mit einer Auflösung von 64 MP arbeiten. Weitwinkel und Ultraweitwinkel setzen auf Sonys IMX787-Sensor. Die Hauptkamera bietet eine Brennweite von 35mm und eine Blende von f/1.6, was für einen optischen Bokeh-Effekt sorgen soll. Die Ultraweitwinkel-Kamera setzt auf eine Brennweite von 16mm und soll ebenfalls als Makro-Objektiv nutzbar sein. Ultraweitwinkel-Fotos sollen laut ZTE zudem mit besonders geringer Verzerrung punkten.

      Am interessantesten dürfte vermutlich die dritte Linse werden. Dabei handelt es sich um eine Periskop-Tele-Kamera mit einer Brennweite von 91mm und einem 5,7-fachen optischen Zoom. Alle Kameras setzen auf eine optische Bildstabilisierung. Das dürfte vor allem den Videoaufnahmen mit einer maximalen Auflösung von 8K zugutekommen. Mit Hilfe einer KI soll die Nachtmodus-Videofunktion zudem für gute Aufnahmen bei wenig Licht sorgen. Ebenfalls dabei: mehrere Modi für die Nachthimmel-Fotografie.

      Flaggschiff-Leistung mit Snapgragon 8 Gen 1 und Vapor Chamber

      Hardwareseitig kommen – wenig überraschend – ebenfalls viele Superlative zum Einsatz: Snapdragon 8 Gen 1, bis zu 1 TB UFS-3.1-Speicher und bis zu 16 GB LPDDR5 RAM? Gesetzt. War es damals Razer, das beim ersten Razer Phone noch mit einer Vapor Chamber als innovative Kühllösung warb, sind selbige jetzt auch schon bei den Mainstream-Flagships angekommen. So setzt das Axon 40 Ultra ebenfalls auf eine „Dampfkammer“ mit Flüssigkühlung und neun Schichten, um einer übermäßigen Wärmeentwicklung besonders effizient entgegenzuwirken.

      Des Weiteren bietet das Smartphone Snapdragon Sound, Stereo-Lautsprecher, eine vollständige Hardware-Verschlüsselung mit einem unabhängigen Sicherheitschip sowie einen Akku mit 5.000 mAh und Schnellladen mit bis zu 65 Watt. Zum Lieferumfang, dem neuen Audio-Codec aptX Lossless oder erweiterbarem Speicher werden in der Pressemitteilung keine Aussagen getroffen.

      Ab Juni in Europa erhältlich

      Im Internet wird das Axon 40 Ultra schon als das „vermutlich schönste Smartphone des Jahres“ gehandelt. Tatsächlich dürfte uns angesichts der Fotos ein ziemlich schickes Gerät ins Haus stehen. Die Rückseite setzt dabei auf ein „rahmenloses Glasdesign“, auf der Vorderseite sollen ein „71 Grad Super Curved Design“ mit einer 3,9mm tiefen Biegung für gutes Handling sorgen.

      Auf dem chinesischen Festland ist das ZTE Axon 40 Ultra bereits erhältlich. Mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher ist es für  ¥4998 (707 Euro) zu haben, mit 16 GB RAM und 1 TB Speicher verlangt ZTE ¥7298 (1033 Euro). Global soll das neue Flaggschiff ab Juni 2022 in den Handel kommen. Unterhalb der Axon-40-Serie wird ZTE mit den neuen Blade-Serien aber auch noch preisgünstigere Smartphones auf den Markt bringen.

      Was denkst du über das Axon 40 Ultra? Interessantes Smartphone, das sich aber erst in Tests beweisen muss? Sehen wir ähnlich, daher werden wir das Gerät im Test genauer unter die Lupe nehmen, wenn es hier verfügbar ist.

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      Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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